Samstag, 28. Februar 2015

Through The Booking Glass: My Life Next Door


Hah! Gerade noch rechtzeitig habe ich es geschafft, das Buch für Cassies und meinen TTBG diesen Monats durchzubekommen. Ich muss sagen, ich war ein wenig faul - aber ich hatte auch Klausuren und Blockseminare, und das Buch hab ich quasi in grob drei Tagen durchgelesen.

Das Thema im Februar war Chick Lit. Den Originalpost findet ihr hier.

Worum geht's? 

The Garretts were forbidden from the start.

..und genau das war von Anfang an das Problem. Denn die Garretts sind das personifizierte Chaos: Sie sind ein großer Haushalt, mähen nicht den Rasen und lassen ihre Weihnachtsdekoration bis Ostern hängen. Ganz im Gegensatz dazu ist Samanthas Familie, die Reeds, dessen Haus immer blitzblank ist, wenn nicht sogar steril. Ihre Mutter ist eine Perfektionistin und Politikerin, die sehr viel wert darauf legt, wie Leute sich geben. Kein Wunder also, dass sie nicht viel von den Garretts hält - aber wie das eben so ist, verliebt sich Samantha in Jase, eines der Garrett Kinder, und wird quasi ein Teil seiner Welt, die sie schon, seitdem die Familie nebenan eingezogen ist, seit einer Weile beobachtet hat. 

Ihre Mutter bekommt nicht viel davon mit - denn sie selbst ist gerade frisch in einer Beziehung mit einem Mann, der nicht ganz vertrauenswürdig erscheint, und außerdem steht die Bürgermeisterwahl an, bei der sie antreten möchte. Samanthas Schwester Tracy ist über den Sommer über weggefahren, also kann sie ihre Freiheiten genießen - müsste sie sich nicht über ihre Mutter, ihre beste Freundin, Nan, und ihren Bruder, Tim, sorgen..

Schließlich passiert etwas, was die Perfektion aus der Bahn wirft. Und wie es so ist, muss Samantha eine tiefgehende Entscheidung treffen.

Erwartungen vs. Realität


Ich hatte ehrlich gesagt keine großen Erwartungen - zumindest bin ich davon ausgegangen, dass das Buch Spaß machen würde, und auch die Ratings auf Goodreads waren vielversprechend. Ich habe schon ewig kein "Chick Lit" gelesen, weshalb es mir gerade recht kam, das wir dieses Thema ausgelost haben. Nachdem ich das eher schwiergere "To Kill A Mockingbird" gelesen habe, habe ich auch mit dem Buch gehofft, beim Lesen etwas entspannter zu sein.

..und weil ich keine Erwartungen hatte, wurde ich auch nicht wirklich enttäuscht! Beim Lesen bekommt man sofort ein Sommer-Feeling (da wünscht man sich sofort warmes Wetter, Strand und Meer...). Es war durchaus eine erfrischende Geschichte, zumindest nicht das, was man immer in den Jugendbuchsektionen in der Buchhandlung sieht, weil: Es gibt kein Liebesdreieck und es dreht sich auch nicht tatsächlich darum, ob sie mit dem Jungen zusammenbleibt oder nicht. Im Gegenteil: Samantha und Jase kommen relativ früh zusammen. Er ist auch nicht ihr erster fester Freund, was ich auch gut und realistisch finde als amerikanische Siebzehnjährige. Für sie ist das trotzdem ein wenig neu, wei sie wirklich verliebt zu sein scheint, und ja - wie eine typische Sommerromanze eben. 

Aber neben Jase gibt es eben auch den Konflikt mit ihrer besten Freundin, die etwas vor ihr verheimlicht. Ebenso wie ihr Bruder, Tim - der im übrigen der beste Charakter in diesem Buch ist, wenn ich das mal sagen darf. Ich hatte erst einmal ein ungutes Gefühl bei ihm, aber dann hat er doch eine erstaunliche Entwicklung gemacht in dieser kurzen Zeit, und ich habe ihn sehr liebgewonnen. Ich dachte auch kurz, dass er mit Jase und Samantha in ein Liebesdreieck rutschen würde, da man doch gemerkt hat, dass er an ihr interessiert war, aber das wurde nur am Rande behandelt und er stellt sich als sehr guter Freund für Samantha heraus.

Da gibt es auch auch Samanthas Mutter, Grace Reed, die Senatorin ist und gerade eine Wahlkampagne mit ihrem Freund Clay Tucker anführt. Man erfährt aus Samanthas Perspektive, wie sie damit umgeht, denn ihr Vater hat die Familie verlassen, da war ihre Mutter gerade mit ihr schwanger. Man erfährt auch langsam, dass Samanthas mulmiges Gefühl bei der ganzen Sache nicht ganz unbegründet ist.

Das sind die Dinge, die ich positiv fand. Leider hat sich für mich das Buch leider sehr gezogen. Der große Plottwist kam für mich ein wenig zu spät - man hätte die Mitte meiner Meinung nach etwas kürzen können, aber wahrscheinlich habe ich das nur so empfunden, weil das eigentlich wirklich ein Sommerbuch ist das man im Sommer lesen sollte. (Ich lese furchtbar gerne Romanzen im Sommer. :D) Ich fand es nicht sonderlich nervig, ich saß nur manchmal da und hab mich gefragt "Wann passiert endlich mal was?" Natürlich gibt es einige Stellen, die die Handlung ein wenig zuspitzen, aber auch nicht sehr oft. 

Es kann auch daran liegen, dass ich Samantha, aus dessen Ich-Perspektive wir die Geschichte erleben, als ein wenig zu stoisch empfand. Was vermutlich mit dem Schreibstil der Autorin zusammenhängt, denke ich. Denn für mich war sie manchmal ein wenig zu emotionslos - bzw. mir hat da die Reaktion von Samantha oft gefehlt. Woran ich mich jedenfalls erinnere, dass sie oft rot geworden ist, was auch oft betont wurde. Und ja, am Ende hat sie auch größere Emotionen gezeigt - ohne zu viel zu spoilern - aber sonst war sie immer sehr ruhig. Es kann natürlich auch sein, dass das beabsichtigt wurde, schließlich muss das Mädchen nicht ganze Zeit herumjammern, weil sie glaubt, dass der Junge sie nicht liebt, und gegeben der Tatsache, in welchem Haushalt Samantha groß geworden ist, mit einer kontrollfreakigen Perfektionistin als Mutter, wundert mich das gar nicht so sehr.

Fazit 


Es ist definitiv etwas für Zwischendurch - und auch sehr süß. Es gab kleine Popkultur-Referenzen, die ich sehr niedlich fand (z.B. hat ein Hautier den Namen Voldemort, oder wie die jüngere Schwester von Jase einen Jake Gyllenhaal Filmemarathon gemacht hat). Mich hat das Buch nur nicht wirklich umgehauen. Ich weiß eben nicht, ob's an dem Buch oder eben an mir legt (ich wachse wahrscheinlich langsam aus solchen Geschichten raus :D). Ich kann's aber für jeden empfehlen, der was Leichtes und Süßes zum Lesen sucht - im besten Fall im Sommer!

In Sternen lautet meine Bewertung:




Das nächste Thema wird dann in den nächsten Tagen bekannt gegeben - und ihr seid natürlich wieder Herzlich dazu eingeladen, mitzumachen! :)



Kommentare:

  1. Hi,

    ich fand das Buch auch ganz unterhaltsam, wobei das Lesen bei mir schon einige Zeit zurückliegt. ^^
    Samanthas stoische Art würde ich auch auf die Erziehung zurückführen, andererseits ist es das Lesen dieses Buches wie gesagt auch schon ein Weilchen her, weshalb ich das auch nicht mehr so gut beurteilen kann. Allerdings weiß ich noch, dass ich von dem Handlungsverlauf überrascht war, der meiner Meinung nach so gar nicht 0815 ablief. ^^ Und auch von der Tiefgründigkeit, da das Buch sich ja doch mit mehr als nur einr Love Story beschäftigt.

    Liebe Grüße :)

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hey,

      ja, das kann natürlich sein. Auch wenn ich mir trotzdem ein bisschen mehr Ausdruck in ihren Gefühle gewünscht hätte. Aber vielleicht bin ich auch nur etwas anderes gewohnt.
      Ja, der Handlungsverlauf war definitiv mal etwas anderes und hat mich auch auf Trap gehalten, weil ich bis zum Ende nicht wusste, wie es ausgeht - untypisch für so eine Art Buch, was ich auch sehr mochte.

      Liebe Grüße ♥

      Löschen

Instagram