Mittwoch, 14. Oktober 2015

Hell Is A Teenage Girl: Weibliche Anti-Heldinnen


Auf der Suche nach spannenden Themen, die das Young Adult Genre betreffen, bin ich auf einen interessanten Artikel auf The Guardian gestoßen. "Girls behaving badly - the trilling rise of the YA antiheroine" handelt über die steigende Popularität von weiblichen Anti-Heldinnen. Dabei ist der Trope des Anti-Helden sowieso eher eine Rarität in diesem Genre, weil er einen düsteren Winkel eines Charakters beleuchtet, und was Young Adult betrifft, so sind die Bücher in diesem Genre diesbezüglich eingeschränkt.

Neben den Beispielen führt die Autorin des Artikels eine wichtige Frage an, auf die ich hier eine mögliche Antwort finden möchte. "Where are the female Tom Ripleys – or even the Patrick Batemans – of YA?"


Anti-Helden gibt es zahlreich in Literatur, Fernsehen und Film. Aber allein wenn man sich die Literaturliste auf tvtropes anschaut, so lässt sich, auch wenn man die Werke alle nicht kennt, grob einschätzen: ca. 90% der aufgeführten Charaktere sind männlich. Der Anti-Held, meistens geprägt von einer traumatischen Vergangenheit, ist schweigsam, ein Einzelgänger, hat(te) Probleme mit seinem Vater. Wenn wir ganz ehrlich sind, schießt uns das Bild eines männlichen Charakters in den Kopf, und wenn wir das YA Gewässer nicht verlassen, fallen wir wohl in den Trope des Brooding (Bad) Boy, der in das Leben der Protagonistin tritt und von ihr 'ins Licht' geführt werden soll, weil er vor lauter schwarzen Wolken, die sein Wesen umgeben, den Weg nicht finden kann.

Wo sind also die weiblichen Anti-Heldinnen mit einer schwierigen Vergangenheit, einem schweigsamen Charakter, die lieber alleine unterwegs sind? Es gibt sie, keine Frage, aber nur wenige (die Mädchen von Pretty Little Liars, zum Beispiel). Bevor wir aber die Frage nach dem "wo" stellen, interessiert mich eines: Warum gibt es so wenige weibliche Anti-Heldinnen?

Es ist nicht nur eine Geschlechterfrage der Charaktere, sondern auch der Leute, die diese erschaffen. Hollywood wird immer noch überwiegend von Männern angeführt, die dann logischerweise (nicht immer, aber in den meisten Fällen) ihrer Hauptfigur ihr eigenes Geschlecht verleihen und in der Regel für ihr Geschlecht schreiben. 
Lange Zeit wurde Literatur nur von männlichen Autoren geschrieben. Mittlerweile hat sich das gewandelt, denn der YA Bereich wird überwiegend von Frauen dominiert. Trotzdem sehen wir immer noch das passive Mädchen, das von ihrem dunklen Prinzen gerettet werden muss. Autorinnen haben da, zum Teil, immer noch Werte verinnerlicht, die das Stereoyping unterstützen. Die meisten Mädchen glänzen, sind süß, oder sexy, oder müssen es beide irgendwie gleichzeitig sein - mit anderen Worten, "perfekt". Sobald sie eine Eigenschaft ihres männlichen Gegenparts zeigen, werden sie stark kritisiert, weil diese Eigenschaften nicht "mädchenhaft" sind. 

Natürlich ist dieses Problem viel evidenter in der Film- und TV Produktion. Viele Hollywood Schauspielerinnen haben mit den Medien zu kämpfen, die sie anhand ihres Aussehens und Verhalten verurteilen und behaupten zu wissen was Feminität bedeutet. In einem Action-Film braucht der Held der Geschichte ein Eye-Candy an seiner Seite, das als "Male Gaze" dient und nicht damit, dass sich eine weibliche Zuschauerin sich mit ihr identifizieren kann - wie denn auch? Diese Charaktere sind kaum dreidimensional gezeichnet (siehe Transformers, frühere Bond Filme, etc).

Und hier kommen wie zu der Problematik. Es liegt grundliegend die Erwartung vor, dass weibliche Charaktere sympathisch sein sollen, dass sie einfach in einer gewissen Art und Weise funktionieren sollen. Wir wünschen uns "starke Frauen" in YA, aber nur, wenn wir sie sympathisch finden. Wir wünschen uns "starke Frauen" in YA, aber wenn eine von ihnen eine dubiose Entscheidungen trifft, ist sie eine Bitch. Wir wünschen uns "starke Frauen", die Leuten in den Hintern tritt und coole Action-Stunts hinlegt, aber sonst durch und durch perfekt ist (nicht, Steven Moffat?).

Es ist schwer, den Leuten einen weiblichen Charakter vor die Nase zu halten, der eben nicht durch und durch sympathisch ist. Deswegen werden Heldinnen wie Eadlyn und Celaena verurteilt, und Bücher wie The Fever und Gone Girl falsch verstanden, und Filme wie Jennifer's Body nicht ernst genommen. Diese Mädchen in diesen Geschichten haben Fehler, und zeigen sie öffentlich - sie sind die Heldinnen, weil sie die Protagonisten ihrer Geschichte sind, aber das was sie tun zeugt von einem "Anti-Verhalten" - machen sie also damit zu Anti-Heldinnen.

Um das mal anhand eines Beispiels zu verdeutlichen:
Eadlyn aus The Heir ist eben diese nervige Bratze, die ganz schön verwöhnt ist. Aber wer kann ihr das verübeln? Sie ist als Prinzessin aufgewachsen, ihr fehlte nichts. Natürlich ist sie daran gewöhnt, dass man nach ihrer Pfeife tanzt. Außerdem ist sie ein Teenager. Welcher Teenager rebelliert nicht gegen seine Eltern? Ganz ehrlich, ich finde ihr Verhalten nicht "gemein" und sie ist auch keinem eine Rechenschaft schuldig.
Ähnlich geht es Amy Dunne aus Gone Girl. Ihr Ehemann betrügt sie, und als sie ihr wahres Gesicht zeigt, scheint er sie nicht mehr zu lieben. Ich will nicht behaupten, dass Amy bei gesundem Menschenverstand ist, aber hätte sie einfach nur nicken und lächeln sollen, und sich ihr Leben von ihrem Mann diktieren lassen? Das hätte wohl eine "perfekte Ehefrau" in Nicks Augen gemacht, aber da hatte er nicht mit Amy gerechnet.

Ich persönlich bin fasziniert von Protagonistinnen, die sich schlecht verhalten und dabei nichts entschuldigen - die Ehrlichkeit ist erfrischend, sie macht sie authentisch. Ich habe das Gefühl von echten Menschen zu lesen, und keine polierte, fiktive Version eines Mädchens. Weswegen ich ein großer Fan von Megan Abbott und Gillian Flynn bin, die sich trauen, solche Frauen zu schreiben und dabei noch erfolgreich sind. 

Ich würde gerne noch auf viel mehr Sachen eingehen - aber das muss ich wohl auf andere Posts verschieben. Jetzt möchte ich aber von euch wissen:

Welche Anti-Heldinnen aus Literatur, Film und Fernsehen fallen euch ein? 
Gefällt euch die Idee einer Anti-Heldin, wenn nein, warum?

Weitere Literatur:



Kommentare:

  1. Hallo,
    ich habe noch nie so genau über dieses Thema nachgedacht, aber ich finde du triffst mit deinem Text voll ins Schwarze. Ich persönlich würde auch gerne mehr über Anti-Heldinnen lesen, die Geschichte vom lieben Mädchen und ihrem Bad Boy ist einfach schon viel zu verbraucht. Spontan fällt mir als (Anti-)Heldin nur Emily Throne aus der Serie Revenge ein.
    Liebste Grüße
    Lena
    www.traumbuchfaenger.blogspot.de

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    1. Hallo Lena,

      die Serie habe ich noch nicht gesehen, aber schon viel drüber gehört. Da muss ich unbedingt mal reinschauen :)

      Man denkt wahrscheinlich auch nicht darüber nach, wenn man keinen Anlass dazu hat. Mich persönlich hat es z.B. sehr verwirrt, warum es so viele Leute gibt, die Eadlyn aus The Heir nicht mögen, dabei ist sie ein gut abgerundeter Charakter, und alles andere als perfekt (= was sich mehr Leute wünschen). Da muss man glaub ich mit etwas anderen Augen lesen und "trainieren", weil man automatisch mit dem Protagonisten sympathisieren möchte.

      Aber da fallen mir viele Beispiele ein, wo ein /männlicher/ Protagonist ein ziemlicher Arsch ist, und ihn trotzdem viele Leute lieben, wie z.B. Walter White aus Breaking Bad.

      Aber ich werde dazu wahrscheinlich demnächst noch einen Post veröffentlichen :)

      LG ♥

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  2. Ich muss zugeben, dass ich generell Charaktere lieber mag, die ich sympathisch finde - was aber auch nicht heißt, dass sie 'nett' sein müssen. (Bad Boys kann ich aber wirklich nicht mehr ab. Zumindest der 0815-Bad-Boy ... da nehm ich den netten Kerl von nebenan tausendmal lieber als Charakter.) Aber ja, perfekt oder lieb müssen sie deswegen lange nicht sein. Ist doch eh viel spannender, wenn die Protagonistin mal eine falsche Entscheidung trifft und kein moralisch 'reines' Wesen ist (vor allem weil kein Mensch das ist) - wobei ich sie deswegen nicht immer als Anti-Heldinnen sehen würde.

    Saba aus "Blood Red Road" kriegt seit dem 2. Band, "Reben Heart" viel Mist ab, weil sie ein paar eher fragwürdige Entscheidungen trifft, aber ... sie hat ihre Gründe. Es sind keine guten Gründe, aber sie hat ihre Gründe. (Sie wäre ein Fall von "nicht wirklich eine Anti-Heldin, oder?")
    Andererseits hat eine der Listen auch "Far From You" gelistet und beide Hauptfiguren haben ihre Fehler und treffen auch objektiv gesehen falsche Entscheidungen. Aber Anti-Heldin? Vielleicht nehm ich den Heldinnenpart auch zu wörtlich. :D (Ich muss nur immer gleich an die Heldin mit ihrem epischen Abenteuer denken.) Da fällt mir übrigens auch "Follow Me Down" von Tanya Byrne ein.

    Wen ich schon eher als Anti-Heldin sehen würde, ist Adelina von "The Young Elites", die aufgrund ihrer Vergangenheit und wie Leute mit ihr umspringen auf einen potentiell falschen Weg gerät - und es ist vollkommen verständlich, auch wenn ihr hoffe, dass sie letztlich nicht eine der 'bösen' Bösen wird. Aber meinetwegen kann sie irgendwo in der Grauzone bleiben, es ist ihr gutes Recht.
    ("The Queen of the Tearlin" verdient vielleicht auch eine Erwähnung, weil es eine Böse Königin gibt - ich weiß nicht, inwiefern der zweite Band ihren Charakter erweitert, aber bisher scheint sie einfach böse zu sein, und das mag ich manchmal auch ganz gerne. Manche Leute sind einfach durch und durch fies, von daher stören sie mich in Büchern ganz und gar nicht, wenn es auch andere Charaktere gibt.)

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    1. "Held" ist natürlich nicht wörtlich zu verstehen, in dem Sinne von Helden in epischen Abenteurern. Viel mehr ist damit gemeint, was ein Held verkörpert. Ein Held ist immer der "Gute", ein Idealist, mit guter Moral, etc. Der "Anti-Held" stellt zu ihm einen Gegensatz dar. Er ist nicht zwangsläufig "gut", bewegt sich moralisch in der Grauzone und ist bereit, fragwürdige Dinge zu tun, um sein Ziel zu erreichen.

      Ich kenne die von dir erwähnten Bücher zwar nicht, aber es könnte gut sein, dass diese Mädchen in die Anti-Held Sparte fallen. "Falsche" Entscheidung muss nicht gleich heißen "fragwürdig". Falsche Entscheidungen treffen Protagonisten eigentlich immer, damit dadurch ein Konflikt entsteht - bei ihnen weiß man meistens nicht, dass sie falsch sind, erst, wenn sich Konsequenzen ergeben. Bei fragwürdigen ist sich der Protagonist/der Leser bewusst, was am Ende passiert - deshalb ist es bedenklich, dass der Protagonist sich ausgerechnet dafür entscheidet. (Ich hoffe, das ist jetzt nicht zu wirr. :D)

      Ich finde es auch wunderbar, wenn es einfach nur böse Charaktere gibt. Solche Menschen gibt es eben - und da brauch ich auch keine großartige, herzzereißende Hintergrundgeschichten, die erklären, warum der Charakter böse ist. (Schließlich ist es immer eine Entscheidung der jeweiligen Person, ob sie gut oder böse sein will.) Deshalb gehen mir auch die ganzen Bad Boys auf die Nerven die eigentlich einen weichen Kern haben und sie bindungsphobisch sind, weil sie irgendwelche Probleme mit ihrem Vater haben (so als Beispiel gesagt :D).

      Danke für deinen tollen Kommentar. ♥

      LG ♥

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    2. Ich weiß, aber ich kann mich so absolut nicht von der engeren Bedeutung loseisen, das kommt mir dann immer als erstes in den Sinn und dann passen einige Dinge nicht. :D Aber ich arbeite dran. ;)

      In dem Fall sind die Entscheidungen allerdings wirklich fragwürdig. xD Da gibt es kein Szenario, in dem das nicht irgendwie böse ausgeht, was sie im Grunde auch weiß, aber etwas wissen und danach handeln ... das sind dann ja auch wieder zwei Paar Schuh.

      Eben. Klar gibt es auch Figuren und Menschen, die aufgrund ihrer Vergangenheit einfach einen anderen Ausblick auf das Leben haben, darauf beruhend andere Entscheidungen treffen ... die bei einer extremen Haltung dann auch extreme Auswirkungen haben. Das entschuldigt dann aber auch nichts. Und selbst da würd ich noch mal unterscheiden zwischen "er hatte eine schlimme KIndheit und das macht ihn letztendlich sexy/zum romantischen Traumtypen" und "Charakter XY hat das und das erlebt, was die Entscheidungen (und nicht nur die romantischen) beeinflusst". Zumal negative Erlebnisse nicht gleich jedes Verhalten entschuldigen. xD

      Danke für die ausführliche Antwort. :D

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  3. Huhu, ein spannender Post, den ich gerne in meinem Monatsrückblick erwähnen werde, wenn es dir nichts ausmacht.
    Mir fällt spontan Beth aus "Dare to you" ein. Auch wenn sie am Ende etwas konventioneller wird, behält sie sich doch ihre Fehler bei.
    Zwar habe ich es noch nicht gelesen, aber auch die Protagonistin aus Marie Lus neuer Elite-Reihe ist eine Anti-Heldin, auf sie bin ich sehr gespannt.
    Generell finde ich die ach so perfekten weiblichen Heldinnen in Büchern eher langweilig. Was spricht denn gegen ein paar Ecken und Kanten? Haben die Autoren Angst, dass die weibliche Leserschaft sich von solchen Büchern abwendet?

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    1. Hey!
      Absolut kein Problem, ich würde mich sogar darüber freuen! :)
      Von "The Young Elites" hab ich auch schon gehört, und auch, dass die Protagonistin eine Anti-Heldin ist. Da bin ich mal gespannt. Ich mochte "Legend" von ihr ganz gerne, aber mir waren die Protagonisten doch ein wenig zu perfekt.
      Tatsächlich glaube ich, dass diese Angst besteht. Man möchte ja, dass das Buch gut ankommt und sich gut verkauft, und jemandem einen "unsympathischen" Helden näher zu bringen ist schwieriger, weil sich ein Leser quasi anstrengen muss sich in ihn hinein zu fühlen. Aber eigentlich - wenn man ein guter Autor ist - kann man es auch schaffen, dass der Leser Empathie für einen schlechten Menschen empfindet (siehe z.B. Breaking Bad).

      LG ♥

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  4. Hä, wieso entdecke ich die ganzen tollen Artikel erst jetzt? O.o Ich hoffe, du denkst jetzt nicht, dass ich ein Stalker bin (vielleicht bin ich es, aber ganz harmlos und nur auf Literaturbasis, aber nicht so wie die Verrückte aus "Misery", okay, ich höre auf zu schwafeln).

    Es ist so wahr, dass die Bad Boys immer von der Protagonistin ans Licht geführt werden :D Sie ist immer die "Eine", die ihm über den Weg läuft und läutert, dabei ist sie im besten Fall noch nicht einmal "ach so besonders". Wir kennen alle die Bellas der Literaturwelt.
    Ich mag Charaktere, die anders sind und die eine Persönlichkeit haben. Gerade deshalb mochte ich auch Amy aus "Gone Girl". Ist sie verrückt? Aber sicher doch, aber das ist kein Grund ihr Verhalten zu verstehen (nicht nachvollziehen oder gutheißen, nur verstehen).
    Mir ist auch aufgefallen, dass viele Antiheldinnen in die Kategorie "Von irgendeinem Mann verletzt und dann auf die dunkele Seite gewechselt" fallen, was schade ist. Es sollten viel mehr Frauen einfach mal böse sein oder sich anti verhalten, weil sie so sind, wie sie sind und nicht wegen einem Typen, der so viel Auswirkung auf sie hat.
    Was Eadlynn angeht ... ich hasse das Mädchen. Nur weil sie eine Prinzessin ist und sich einige Verhaltensmuster leisten kann, weil sie sich nicht entschuldigen muss und damit davonkommen kann, ist es keine Entschuldigung für mich, sich so arschig zu verhalten. Auch wenn sie ein er wäre, würde ich sie hassen. Das Schlimmste ist für mich, dass sie über das Buch hinweg kaum eine Entwicklung durchmacht. Für mich ist sie einfach nur eine verzogene Göre, hinter deren Fasade nichts dahintersteckt (du merkst, ich kann sie echt nicht leiden :D ).
    Als Anti-Heldin finde ich Alysson aus "Pretty little Liars" ziemlich cool. Sie ist undurchsichtig, handelt aus irgendwelchen mysteriösen Gründen und aus Selbsterhaltungstrieb. Manchmal ist sie wirklich fies zu ihren Freunden, aber gegenüber anderen beschützt sie ihre Freunde auch mit allem, was sie hat. Das finde ich total faszinierend und interessant :)

    Alles Liebe

    ps: Bitte mehr solcher Artikel :D Ich mag diese Art von Diskussion, die man nicht zu oft in der Buchblogwelt findet. Meistens liest man da irgendwelche Dinge über Rezensionsklau oder so was (auch wichtig, aber irgendwann reicht es auch. Können wir uns bitte mehr über Literatur unterhalten? *seufz*)

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    1. Da hast du vollkommen recht - Frauen in der Literatur/Filmwelt können sich anscheinend nicht entwickeln, ohne, dass ein Mann eine Rolle gespielt hat. Wobei ich das bei z.B. wieder gut subvertiert finde, weil sie das ja wirklich zu ihrem Spiel gemacht hat und zB auch negative weibliche Stereotypen sich zunutze gemacht hat. Aber sie war halt schon immer... beknackt (um es vorsichtig auszudrücken - aber bei den Eltern, kein Wunder). Was ich auch gut finde, und auch wieder auf deinen Punkt zurückführt, dass Frauen als Bösewichte ihre eigenen Motive haben sollten, und nicht, weil ein Mann sie dazu gebracht hat. Haben wir bei männlichen Bösewichten ja immer (Voldemort beschuldigt seinen Muggelvater, Kronos rächt sich an seinen Kindern, etc pp).

      Ich weiß echt nicht, ich hatte kein Problem mit Eadlyn? :D Ich hab sie einfach nicht zu ernst genommen, weil ich einfach die Buchreihe nicht ernst nehme. Von daher konnte ich mich zurücklehnen und genießen und mich darüber amüsieren. Ich finde trotzdem, dass zumindest ihre Motive verständlich sind. Wie sie sie umsetzt, na ja, da mache ich immer die Autorin dafür verantwortlich, und auch, dass sie keine Charakterentwicklung durchmacht :P Eadlyn hätte durchaus mehr Potential. Mal schauen was im nächsten Buch passiert. :D

      Alison ist ein gutes Beispiel, aber ich bin mal kühn und sage, dass jedes der Mädchen von PLL Anti-Heldin Charakter zeigt, da sie alle fragwürdige Entscheidungen treffen (und nie wegen einem Mann, selbst A waren bisher nur Mädchen), aber es auch nur machen, um ihre Liebenden zu schützen. Aber Alison ist vermutlich die extremste.

      Ich versuche auf jeden Fall, mehr Themen zu finden und hier anzusprechen! Ich finde es auch schade, dass es viele Blogs gibt, die immer as gleiche machen. Ich hoffe auch, dass die Artikel demnächst irgendwann mehr Menschen erreichen, ich freu mich immer über Meinungen. :)

      Liebe Grüße ♥

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