Sonntag, 22. November 2015

NaNoWriMo 2015 - Woche 3: Warum mache ich das eigentlich? Und andere Krisen



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Woche 3: 16. bis 22. November
Der Banner spoilert es schon, aber trotzdem noch einmal offiziell: Am 21. November 2015 habe ich die 50.000 Wörter Marke überschritten, was mich zum diesjährigen Gewinner von NaNoWriMo macht!
Ich bin sehr glücklich, auch wenn ich tatsächlich eher nur erleichtert war, weil ich mich an dem Tag ziemlich ausgelaugt gefühlt habe (nicht zuletzt, weil ich einen Sprint hinter mir hatte, weil ich unbedingt die 50k knacken wollte). Ich spüre sofort, wie Druck von mir abfällt, weshalb ich die letzte Woche entspannter angehen werde - aber Schlappmachen ist nicht angesagt, denn auch wenn ich die 50.000 geschafft habe, so ist die Geschichte noch lange nicht zu Ende.


Bevor es zu dem Sieg kam, fühlte ich mich ziemlich philosophisch. Mag der eine sich fragen, warum wir Menschen überhaupt existieren und worin der Sinn des Lebens liegt, plagte mich eine ganz andere, vielleicht genauso exentielle Frage: Warum tu ich mir das überhaupt an?
Kombiniert mit einer Prise Unlust und drei Teelöffel Selbstzweifel hatte ich mich in einem seelischen Tief befunden. Ganz ehrlich, was soll das überhaupt bringen? Die Geschichte ist eh für den Müll, die Szenen machen nichts her, deine Charaktere sind flach und dein Plot? Ein einziger Witz. Warum also mache ich mir die Mühe, wen es doch viel bessere Sachen gibt, die ich stattdessen machen könnte?

Na gut, ich bin tatsächlich selbst Schuld, weil ich diesen Selbstzweifeln auch Futter gegeben habe. Ich bin nämlich durch meinen PC gegangen, um alte Dokumente zu sortieren und wisst ihr, was ich bei diesem Prozess gefunden habe? Alte, unvollendete Geschichten. Ich dachte, sie würden mich motivieren, mich vielleicht für mein jetziges Projekt zu motivieren, stattdessen hatten sie einen anderen, nicht unbedingt gegenteiligen, und auch keinen negativen Effekt - eher einen kontraproduktiven, was NaNo angeht, denn: Plötzlich habe ich eine neue Idee, eine neue Inspiration - und am liebsten würde ich mir die Feder schnappen und an dem neuen Projekt arbeiten!

Mein Gehirn tut wirklich alles, um mich davon abzuhalten diese Geschichte weiter zu schreiben. Es gib Phasen, da möchte ich nachgeben, aber mittlerweile bin ich so diszipliniert, dass ich einfach ein schlechtes Gewissen bekomme, wenn ich nicht an dem arbeite, an dem ich arbeiten sollte. Also quetsch ich mich da durch, egal, was mir dazwischen kommt. Auf meine neue Idee konzentriere ich mich dann, sobald ich diesen Roman fertig hab - das soll meine Belohnung sein!

Soll - Ist - Heute - Prozent - Tagesdurchschnitt



Man sieht, am 19. November hatte ich meine schlechteste Wortanzahl bisher - aber das lag daran, dass ich schlichtweg keine Zeit hatte und mir auch nicht mehr Zeit einräumen konnte. An dem Tag war ich nämlich beim Praktikum und danach ging es sofort in Mockingjay Part 2, und weil ich erst um 11 Uhr zu Hause war und eigentlich sofort ins Bett bin, ging es eher schlecht. :D Aber ich habe an den nächsten zwei Tagen umso mehr Gas gegeben, zumal meine Geschichte gerade auf ihre Klimax zurast.

Was schreibst du eigentlich?
Vielleicht ist es an der Zeit euch zu erzählen, worum es in meiner Geschichte überhaupt geht. Ich habe Cassie nämlich die ersten fünf Kapitel zum Lesen gegeben, um einfach mal so die Resonanz zu sehen, wie das ganze überhaupt ankommt. Ihre Rückmeldung ist positiv ausgefallen (aber auch nur, weil ich darum gebeten hatte, mir nur mitzuteilen, was sie gut fand... hust), weshalb ich mich einigermaßen selbstsicher sehe, das Wort ein wenig weiter zu tragen. Deshalb mag ich euch die grobe Handlung und die Hauptfiguren vorstellen!

Inhalt
Verrückte Dinge passieren einem selten - vor allem, wenn sie einem unmöglich erscheinen. Das denkt sich Thea bis zu dem Moment, an dem ihr imaginärer Freund wieder auftaucht. Nur stellt sich heraus, dass er alles andere als imaginär ist. Noch verrückter ist die Tatsache, dass er anscheinend Antworten auf unbeantwortete Fragen liefert: Warum antwortet ihr leiblicher Vater nicht auf die Briefe des Anwalts des Ehepaares, das sie adoptieren möchte? Warum ist nichts über ihre Mutter bekannt? Und die wichtigste Frage von allem: Wieso haben ihre Eltern sie damals weggegeben?
Ihr Freund bietet ihr Erklärungen, doch für diese muss Thea etwas Wichtiges aufgeben: Ihr Leben, wie sie es bisher gekannt hat. 

Personen
Im Zentrum des Geschehens ist Thea Laurent, ein Mädchen von 17 Jahren. Solange sie denken kann befindet sie sich schon im Pflegesystem, weil es offiziell heißt, ihre Eltern hätten sie weggegeben. Die Schwierigkeit in ihrer Adoption lag darin, dass sie als "verrückt" betitelt wurde, weil sie jahrelang darauf bestanden hat, dass ihr unsichtbarer Freund real ist. Ihre Leidenschaft liegt in der Luftakrobatik - mit der sie angefangen hatte, als sie zwölf Jahre alt war als sie davon geträumt hatte, sich einem Zirkus anzuschließen. Doch Träume halten nicht ewig.

Ihr unsichtbarer Freund, Nick Fairo, ist ein kurioser junger Mann, der sich augenscheinlich in seinen 30ern befindet. Mit Melone und Schirm, den er als Gehhilfe verwendet, scheint er immer herum zappeln zu müssen - Stillsitzen kennt er nicht. Seine Taschenuhr ist sein Markenzeichen, denn er gilt als bekannter Uhrmacher dort, von wo er kommt. Tatsächlich hasst er eigentlich Uhren. Was das wohl heißen mag? Er redet gerne und viel, was es schwierig macht ihm zu folgen, vor allem, weil er dazu neigt, mitten im Satz aufzuhören und das Thema gänzlich zu wechseln.

Neben den beiden tauchen zahlreiche andere Charaktere auf, wie z.B. eine Theatergruppe, die mehr zu sein scheint als sie eigentlich ist: Mao Shun, der dazu bestimmt ist, den größten Luftschiffkonzern der Welt zu erben, Derya Duval, eine junge Mechanikerin, die das Theater nur als Zwischenstation sieht und Valon Vernier, der kein Hehl daraus macht, dass er sich praktisch in jedes, vorbei laufendes Mädchen verliebt und dabei jegliche Theorie verneint, dass hinter ihm mehr steckt als nur ein sprunghafter, lebhafter Musiker.

In welches Genre die Geschichte nun genau fällt, kann ich eigentlich nicht sagen, weil es bisher wie eine chaotische Mischung von allem beinhaltet. :D Aber was ich versprechen kann sind: Portale, Luftschiffe, ein bisschen Magie, ein verlorener Prinz, einen Raubüberfall! Klingt das nicht total spannend? (Oh ja, Sanne, total!)

Kommentare:

  1. Hallo (:
    Erstmal Gratulation ♥ und zweitens- ich finde in der Tat, dass es spannend, interessant und unterhaltsam klingt. Also der "Klappentext" macht auf jeden Fall neugierig! Auch wirkt es von der Idee her neu und erfrischend.

    Liebst Nicole

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    1. Hallo Nicole :)

      Vielen Dank ♥ Das freut mich sehr und motiviert mich ungemein! :) Ich hoffe, ich kann auch mit dem Inhalt mithalten haha.

      LG ♥

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