Montag, 14. Dezember 2015

Schreiblaunen #1

"Schreiblaunen" ist eine Aktion von Fieberherz, bei der ich einen kleinen Einblick in mein derzeitiges Schreibprojekt gebe. Dabei teile ich mit, was mir geholfen hat, was weniger funktioniert hat und wie ich allgemein so vorankomme.



Da mir das Bloggen über das Schreiben während der NaNoWriMo Phase total viel Spaß gemacht hat habe ich mir überlegt im Rahmen dieser Aktion damit weiterzumachen. :) Schreiblaunen ist dabei nichts, was ich in einem geregelten Abstand posten werde, sondern immer zu "besonderen" Anlässen oder wie mich eben die Laune packt. ;) Wer bei dieser Aktion mitmachen möchte, kann sich einfach bei Steffi auf Fieberherz melden und dort auch den tollen Banner abholen!

Woran ich gearbeitet habe

Auch wenn der NaNo am 30. November vorbei war und ich auch das Ziel von 50.000 Wörtern erreicht habe, so war damit das Projekt "Clockwork Curse" (ja, das ist der enfallslose AT :D) noch nicht beendet. Mir fehlte ein bisschen weniger vom letzten Drittel und nachdem der Druck weg war war ich auch nicht mehr so motiviert mindestens 1.600 Wörter am Tag zu schreiben. Ich kann euch jetzt glücklich mitteilen, dass ich gestern, am 13. Dezember, das Projekt mit 68.500 Wörtern beendet habe. :) Ich freu mich auf diese Pause und meinen Kopf jetzt ein wenig frei werden zu lassen und auf neue Ideen zu kommen, ohne, dass ich ein schlechtes Gewissen habe und denke "aber du müsstest doch erstmal NaNo zu Ende schreiben..." Tatsächlich habe ich schon die ein oder andere Idee. Ich überlege nur, ob ich mich gleich reinstürzen soll oder ob ich Schreiburlaub mache. Ich tendiere eigentlich zum Ersten, da auch demnächst Schriftstrom stattfindet. Aber vielleicht nutze ich es und fange da mit der Überarbeitung eines anderen Projekts an!

Was sich als nützlich erwies

Die kleine Pause, die ich mir nach dem 30. November gegönnt habe, hat eine wahnsinnige Last von meinen Schultern genommen. Ich war plötzlich frei und hab es auch total ausgenutzt. Es ist unglaublich, aber nachdem dieser Druck vom NaNo weg war, war ich auch viel motivierter mich einfach mal dran zu setzen. Damit möchte ich NaNo nicht verpönen. Ich hab es auf jeden Fall gebraucht, denn dadurch habe ich mir erst diese Disziplin "Jetzt musst du schreiben!" erst antrainiert. Weshalb ich auch gar nicht in den Schreiburlaub möchte, weil ich Angst habe, dass diese Disziplin schnell flöten geht.
Außerdem habe ich für die letzten Kapitel gestern eine Methode ausprobiert, in der ich 15min geschrieben habe, dann eine 15minütige Lesepause eingelegt habe, nach der ich wieder 15min geschrieben habe, immer so weiter. Das habe ich ca. 1 1/2 Stunden gemacht und es hat sehr gut funktioniert! So habe ich meinem Kopf eine kleine Pause gegönnt und bin dann immer ein wenig frischer an das Schreiben heran gegangen. Mit der Abwechslung blieb es auch spannend und hatte auch nicht so schnell die Nase voll vom Marathonschreiben. Für das letzte Kapitel habe ich allerdings durchgeschrieben, weil ich so aufgeregt war das Buch endlich zu beenden. :)

Das stört mich noch

Beim ersten Entwurf? So ziemlich alles. :D Mir fallen jetzt schon tausend Dinge ein, die ich verbessern könnte und es juckt mich in den Fingern gleich sofort mit der Überarbeitung anzufangen. Aber nein, ich lass es. Ich brauche Abstand um ein wenig objektiver herangehen zu können. Aber alles in allem bin ich glücklich darüber, dass die Geschichte ein Ende gefunden hat. Der Hauptcharakter macht eine Entwicklung durch - das war mir am wichtigsten. Alles andere kann ich noch verbessern.
Allerdings muss ich noch extrem am Weltenaufbau feilen - das wird harte Arbeit, aber ich habe schon Ansätze, die sich auch durch das Schreiben ein wenig heraus kristallisiert haben. Ich wünschte mir, ich hätte schon das perfekte Buch in den Händen, weil ich eigentlich weinen mag, dass ich noch so viel Arbeit vor mir habe, aber gleichzeitig freue ich mich darauf, weil mir die Welt und die Charaktere doch ans Herz gewachsen sind.
Ich weiß, das ist alles ein wenig vage - aber beim ersten Entwurf steht so gut wie noch nichts fest. Alles, was ich jetzt sage, ist vielleicht im zweiten oder dritten Entwurf irrelevant. xD (Aber die Geschichte ist und bleibt Fantasy. Darauf könnt ihr Gift nehmen. :P)

Zitat des Augenblicks

"Es macht keinen Sinn, ein neues Kapitel anzufangen. Ich mach's trotzdem. Beim ersten Entwurf gilt: Yolo. Fuck the police."
--- SANNE AUF TWITTER @petricolours

Kommentare:

  1. Darf ich dir hiermit versichern, das Überarbeiten der schlimmste teil des ganzen Schreibaktes ist? xD Weil ... bekannte Handlung, Starren auf das geöffnete Dokument, Verzweiflung (WIE SOLL DAS ANDERS UND BESSER WERDEN???) und ganz, ganz viel notwendige Disziplin. Ich häng ja gerade in einer Überarbeitungsflaute, die ich geschickt mit Schulstress begründe. xD
    Aber es macht irgendwie auch Spaß. Alte Passagen wieder zu lesen, und das Gefühl zu haben, etwas zu verändern. Also fühl dich schonmal für die Zukunft motiviert.
    Ich finde diese Updates übrigens sehr interessant und freue mich schon auf weitere. ;)

    Ganz liebe Grüße ♥♥

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    1. Ich merk schon xD Ich hab nämlich angefangen mein NaNo Projekt vom letzten Jahr zu überarbeiten. Hab da schon einmal den 2. Entwurf begonnen, aber mir sind ganz viele neue Dinge eingefallen, also hab ich den 2. Entwurf liegen gelassen und sofort mit dem dritten angefangen. xD Bzw. ich geh jetzt nochmal in Ruhe durch und mach mir Notizen. Ich muss erst einmal Plotlöcher stopfen bevor ich in die Details gehe. D:

      Es macht echt Spaß :) Das Problem ist, ich möchte unbedingt Schreiben, aber neeein, erstmal muss ich einen ordentlichen Überblick davon bekommen, was eigentlich verbessert werden muss ;___;

      Liebe Grüße ♥

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    2. Haha, ich kenn diese Probleme genau. Nach einigen, viel zu flüchtigen Überarbeitungen will ich mich jetzt endlich mal richtig dran setzen, aber ... *grmpf*

      Noch einen schönen Abend! ♥

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  2. Schön, dass du auch bei den Schreiblaunen mitmachst, yaaay ♥ Die Tage verlinke ich natürlich noch :D

    Herzlichen Glückwunsch nochmal zur Beendigung des Manuskripts :D♥ Ach, ich freue mich, wenn ich auch mit BIRDKIN (AT) so weit bin wie du! Aber erst einmal musste ich meinen Drang überwinden, direkt alles perfekt zu formulieren (das u.a. hat mich wirklich lächerlich viel Zeit gekostet).

    Deine 15-Minuten-Methode zeigt mir, wie krass unterschiedlich die Herangehensweisen bei Autoren sein können. Finde ich aber immer wieder superinteressant! Selbst wenn eine Methode einem selbst nicht so zusagt, hinterfragt man wenigstens seine eignenen dabei immer wieder.
    Ich persönlich habe bislang die beste Erfahrung damit gehabt, Wortziele zu setzen und erreiche die am besten in einer Sitzung. Bei deiner 15-Minuten-Taktik würde ich schnell übergehen zu "Ach komm, das schreiben/lesen wir eben noch zuende..." :p

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    1. Ich freu mich auch! Bin froh, dass ich über die Aktion (und über deinen Blog) gestolpert bin!

      Danke :D ♥ Den Wunsch alles perfekt zu formulieren kenn ich ganz gut. Den habe ich tatsächlich erst durch NaNoWriMo überwinden können, weil die Panik, nicht die 50k zu schaffen, größer war, als der Drang alles perfekt zu machen, hehe.

      Die habe ich auch spontan für mich entdeckt. Ich glaube, ich habe so etwas ähnliches auf einem anderen (amerikanischen) Blog gesehen und die Methode ist mir im Unterbewusstsein geblieben. Bin auch überrascht darüber, wie gut sie funktioniert hat. :D
      Sich Wortziele zu setzen ist auch die klassische Herangehensweise! Sowas hab ich während NaNoWriMo gemacht, aber ich hab da schnell gemerkt, dass man bei so einem Sprint fix aus der Puste ist, deshalb war die 15 Minuten Methode so toll, weil man zwischendurch aufatmen kann. Aber vielleicht geht's echt nur mir so. :D

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