Samstag, 28. Februar 2015

Through The Booking Glass: My Life Next Door


Hah! Gerade noch rechtzeitig habe ich es geschafft, das Buch für Cassies und meinen TTBG diesen Monats durchzubekommen. Ich muss sagen, ich war ein wenig faul - aber ich hatte auch Klausuren und Blockseminare, und das Buch hab ich quasi in grob drei Tagen durchgelesen.

Das Thema im Februar war Chick Lit. Den Originalpost findet ihr hier.

Worum geht's? 

The Garretts were forbidden from the start.

..und genau das war von Anfang an das Problem. Denn die Garretts sind das personifizierte Chaos: Sie sind ein großer Haushalt, mähen nicht den Rasen und lassen ihre Weihnachtsdekoration bis Ostern hängen. Ganz im Gegensatz dazu ist Samanthas Familie, die Reeds, dessen Haus immer blitzblank ist, wenn nicht sogar steril. Ihre Mutter ist eine Perfektionistin und Politikerin, die sehr viel wert darauf legt, wie Leute sich geben. Kein Wunder also, dass sie nicht viel von den Garretts hält - aber wie das eben so ist, verliebt sich Samantha in Jase, eines der Garrett Kinder, und wird quasi ein Teil seiner Welt, die sie schon, seitdem die Familie nebenan eingezogen ist, seit einer Weile beobachtet hat. 

Ihre Mutter bekommt nicht viel davon mit - denn sie selbst ist gerade frisch in einer Beziehung mit einem Mann, der nicht ganz vertrauenswürdig erscheint, und außerdem steht die Bürgermeisterwahl an, bei der sie antreten möchte. Samanthas Schwester Tracy ist über den Sommer über weggefahren, also kann sie ihre Freiheiten genießen - müsste sie sich nicht über ihre Mutter, ihre beste Freundin, Nan, und ihren Bruder, Tim, sorgen..

Schließlich passiert etwas, was die Perfektion aus der Bahn wirft. Und wie es so ist, muss Samantha eine tiefgehende Entscheidung treffen.

Erwartungen vs. Realität


Ich hatte ehrlich gesagt keine großen Erwartungen - zumindest bin ich davon ausgegangen, dass das Buch Spaß machen würde, und auch die Ratings auf Goodreads waren vielversprechend. Ich habe schon ewig kein "Chick Lit" gelesen, weshalb es mir gerade recht kam, das wir dieses Thema ausgelost haben. Nachdem ich das eher schwiergere "To Kill A Mockingbird" gelesen habe, habe ich auch mit dem Buch gehofft, beim Lesen etwas entspannter zu sein.

..und weil ich keine Erwartungen hatte, wurde ich auch nicht wirklich enttäuscht! Beim Lesen bekommt man sofort ein Sommer-Feeling (da wünscht man sich sofort warmes Wetter, Strand und Meer...). Es war durchaus eine erfrischende Geschichte, zumindest nicht das, was man immer in den Jugendbuchsektionen in der Buchhandlung sieht, weil: Es gibt kein Liebesdreieck und es dreht sich auch nicht tatsächlich darum, ob sie mit dem Jungen zusammenbleibt oder nicht. Im Gegenteil: Samantha und Jase kommen relativ früh zusammen. Er ist auch nicht ihr erster fester Freund, was ich auch gut und realistisch finde als amerikanische Siebzehnjährige. Für sie ist das trotzdem ein wenig neu, wei sie wirklich verliebt zu sein scheint, und ja - wie eine typische Sommerromanze eben. 

Aber neben Jase gibt es eben auch den Konflikt mit ihrer besten Freundin, die etwas vor ihr verheimlicht. Ebenso wie ihr Bruder, Tim - der im übrigen der beste Charakter in diesem Buch ist, wenn ich das mal sagen darf. Ich hatte erst einmal ein ungutes Gefühl bei ihm, aber dann hat er doch eine erstaunliche Entwicklung gemacht in dieser kurzen Zeit, und ich habe ihn sehr liebgewonnen. Ich dachte auch kurz, dass er mit Jase und Samantha in ein Liebesdreieck rutschen würde, da man doch gemerkt hat, dass er an ihr interessiert war, aber das wurde nur am Rande behandelt und er stellt sich als sehr guter Freund für Samantha heraus.

Da gibt es auch auch Samanthas Mutter, Grace Reed, die Senatorin ist und gerade eine Wahlkampagne mit ihrem Freund Clay Tucker anführt. Man erfährt aus Samanthas Perspektive, wie sie damit umgeht, denn ihr Vater hat die Familie verlassen, da war ihre Mutter gerade mit ihr schwanger. Man erfährt auch langsam, dass Samanthas mulmiges Gefühl bei der ganzen Sache nicht ganz unbegründet ist.

Das sind die Dinge, die ich positiv fand. Leider hat sich für mich das Buch leider sehr gezogen. Der große Plottwist kam für mich ein wenig zu spät - man hätte die Mitte meiner Meinung nach etwas kürzen können, aber wahrscheinlich habe ich das nur so empfunden, weil das eigentlich wirklich ein Sommerbuch ist das man im Sommer lesen sollte. (Ich lese furchtbar gerne Romanzen im Sommer. :D) Ich fand es nicht sonderlich nervig, ich saß nur manchmal da und hab mich gefragt "Wann passiert endlich mal was?" Natürlich gibt es einige Stellen, die die Handlung ein wenig zuspitzen, aber auch nicht sehr oft. 

Es kann auch daran liegen, dass ich Samantha, aus dessen Ich-Perspektive wir die Geschichte erleben, als ein wenig zu stoisch empfand. Was vermutlich mit dem Schreibstil der Autorin zusammenhängt, denke ich. Denn für mich war sie manchmal ein wenig zu emotionslos - bzw. mir hat da die Reaktion von Samantha oft gefehlt. Woran ich mich jedenfalls erinnere, dass sie oft rot geworden ist, was auch oft betont wurde. Und ja, am Ende hat sie auch größere Emotionen gezeigt - ohne zu viel zu spoilern - aber sonst war sie immer sehr ruhig. Es kann natürlich auch sein, dass das beabsichtigt wurde, schließlich muss das Mädchen nicht ganze Zeit herumjammern, weil sie glaubt, dass der Junge sie nicht liebt, und gegeben der Tatsache, in welchem Haushalt Samantha groß geworden ist, mit einer kontrollfreakigen Perfektionistin als Mutter, wundert mich das gar nicht so sehr.

Fazit 


Es ist definitiv etwas für Zwischendurch - und auch sehr süß. Es gab kleine Popkultur-Referenzen, die ich sehr niedlich fand (z.B. hat ein Hautier den Namen Voldemort, oder wie die jüngere Schwester von Jase einen Jake Gyllenhaal Filmemarathon gemacht hat). Mich hat das Buch nur nicht wirklich umgehauen. Ich weiß eben nicht, ob's an dem Buch oder eben an mir legt (ich wachse wahrscheinlich langsam aus solchen Geschichten raus :D). Ich kann's aber für jeden empfehlen, der was Leichtes und Süßes zum Lesen sucht - im besten Fall im Sommer!

In Sternen lautet meine Bewertung:




Das nächste Thema wird dann in den nächsten Tagen bekannt gegeben - und ihr seid natürlich wieder Herzlich dazu eingeladen, mitzumachen! :)



       
Freitag, 20. Februar 2015

Uni-Leseabenteuer #01

Ich dachte mir, da ich ja nicht nur "für mich" lesen muss, sondern auch eine ganze Liste für die Uni hab, widme ich hin und wieder Posts zu Dingen, die ich gerade für die Uni vorbereiten muss. :) Vielleicht ist das ein oder andere für den ein oder anderen sogar auch ganz spannend - denn ich lese meistens Klassiker, oder eben auch allgemein Bücher, die man eben nicht in der Jugendbuchsparte entdeckt.
(Cover von Bloomsbury, Vintage Books & Fischer)
Ich hab schon in einem vergangenen Post habe ich euch ja schon ein bisschen was zur Göttlichen Komödie von Dante erzählt. Ich hab's immer noch nicht angefangen. :D Mit den Prüfungen und neuen Fernsehserien, von denen ich mich nicht losreißen kann, kam ich einfach nicht dazu. Aber ich werde mich irgendwann dazu durchringen - wenn ich unvorbereitet ins Seminar komme ist das eher unvorteilhaft. Aber seht ihr wie schön das Cover ist? Ich mag die Editionen von Fischer immer so gern, sie sind als Taschenbuch sehr hochwertig und machen sich schön im Regal. :) 

Die anderen beiden Bücher, "The Year of the Flood" und "The Handmaid's Tale" sind von Margaret Atwood. Vielleicht hat ja einer das ein oder andere von ihr gelesen, sie hat ziemlich viel geschrieben und in jeden ihrer Werke herrscht immer eine gewisse Kritik drin. Bei diesen beiden Büchern handelt es sich jeweils um Dystopien. Atwood wird als Feministin eingeordnet, wobei sie sich selbst dazu nie geäußert hat. Aber durch ihre Werke spiegeln sich immer feministische Werte wider. Ich habe im Sommersemester ein Seminar zu weibliche Utopien, wofür ich drei Bücher lesen muss (zwei davon sind eben die von Atwood). Es werden auch nur weibliche Autorin zur Hand genommen - neben Atwood hab ich noch "Herland" von Charlotte Perkins Gilman, allerdings nur auf dem Kindle (gab's günstig für 99ct). Auf der Leseliste steht auch "The Hunger Games" von Suzanne Collins, aber da wird vorausgesetzt, dass das eh jeder kennt, von daher zählt das leider nicht. :D Außerdem darf ich wieder "Frankenstein" von Mary Shelley hervorholen, würg. Ich hoffe nur, dass wir uns bei ihr kurz halten.

"The Handmaid's Tale" ist ein modener Klassiker und wird auch schon von verschiedenen Verlägen für den Schulunterricht angeboten. Da geht's um einen totalitärisch christlichen Gottesstaat, das die Vereinigten Staaten übernommen hat. Wie man sich denken kann herrscht bei so einer Staatsform Patriarchie. Frauen wurden die Rechte genommen, sie dürfen z.B. nicht lesen. Außerdem müssen sie um ihr Leben fürchten, denn ihre einzige Hoffnung ist schwanger zu werden und zu zeigen, dass sie fruchtbar sind - andernfalls sind sie nutzlos und werden 'aussortiert': Eine Folge einer sinkenden Geburtenrate. Die Hauptperson ist Offred, die mal ein anderes Leben gekannt hat und sich jetzt anpassen muss. 
Ich persönlich finde, das klingt nach einer mal anderen Dystopie - zumindest wenn man den heutigen Trend kennt. Ich denke, ich werde das Buch auch zuerst lesen. :)

"The Year of the Flood" ist eigentlich der zweite Teil der MaddAddam Trilogie, aber ich habe mich informiert und zum Glück bauen die Bücher nicht zwangsläufig aufeinander auf - es sind viel mehr Geschichten, die im gleichen Universum spielen. In dieser Geschichte gibt es sogenannte 'God's Gardners', eine Religion die sich als Ziel genommen hat, Wissenschaft und Religion miteinander zu kombinieren. Adam One, der Anführer der God's Gardeners hat schon vor langer Zeit eine Naturkatastrophe hervorgesagt, die die Erde verändert wird. Die Handlung setzt ein, als die Naturkatastrophe schon passiert ist - und das meiste menschliche Leben ausgelöscht. Zwei Frauen überlebten: Ren, eine junge Trapezkünstlerin und Toby, eine God's Gardener. Die Geschichte wird aus ihren Perspektiven erzählt - beide sind irgendwo eingesperrt und versuchen, einen Weg hinaus zu finden. Währenddessen bilden sich neue Lebensformen, wie eine Mischung aus Löwe/Lamm, oder ein Mensch mit Schafsfell..
Ich finde die Geschichte klingt ziemlich verrückt, dadurch, das sich neue Lebensformen bilden, aber gleichzeitig habe ich so etwas noch nicht vorher gelesen von daher bin ich gespannt - das Cover ist vor allem echt schön, und selbst wenn es mir nicht gefallen sollte, wird es sich wenigstens toll im Regal machen. :D

Falls Interesse besteht, könnte ich Kurzrezensionen zu den jeweiligen Büchern verfassen sobald ich fertig bin. Vielleicht findet ja der ein oder andere neuen Stoff zum Lesen. Ich persönlich freu mich schon, weil ich eigentlich langsam weg von den Jugendbüchern möchte um neue 'Bereiche' zu erkunden. Außerdem bin ich schon gespannt auf das Seminar, die anderen Bücher in der Liste klingen auch sehr cool (leider sind so viele davon vergriffen, dass ich mit meiner Auswahl hier auch sehr eingeschränkt war).

Was denkt ihr denn - wären die Bücher etwas für euch? Oder klingen sie ein wenig zu 'abstrakt' und wären überhaupt nicht euer Fall?
       
Dienstag, 17. Februar 2015

Gemeinsames Lesen #01

Dieses Mal mag ich auch beim Gemeinsamen Lesen mitmachen. :) Diese Aktion wurde von Weltenwanderer und Schlunzenbücher ins Leben gerufen. Der Originalpost für heute ist hier. Außerdem feiert das Gemeinsame Lesen das 100. Jubiläum und ein Gewinnspiel findet statt. (Ich hab ein echt gutes Timing. :D)

(Original Graphik von Dryicons)


1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?
Ich lese gerade "To Kill A Mockingbird" von Harper Lee und bin gerade auf Seite 99 von  376 (27%).

2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?
"You can just take that back, boy!"

3. Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden? (Gedanken dazu, Gefühle, ein Zitat, was immer du willst!)
Dieses Buch steht schon sehr lange auf meinem Regal, seitdem Cassie es mir mal zu Weihnachten geschenkt hat. Da ich gerade in einer Art LeseTief stecke, hoffe ich, dass mich das Buch da herausholen wird - ich hab noch so viele Bücher hier stehen, und ich finde einfach keine Motivation, den Stapel abzuarbeiten. Bisher gefällt es mir ganz gut - die Art und Weise, wie die Autorin die Erinnerungen von Scout darstellt finde ich wunderbar. Scout in ihrer Kindheit hat diese wunderbare Naivität, aber man merkt, dass sie sehr clever ist und auch sehr wissbegierig, und man will mit ihr gemeinsam herausfinden, was es mit dem Boo Radley aus dem 'gruseligen' Haus auf sich hat. 

4. Das 100. mal "gemeinsam Lesen"! Lasst es Revue passieren und erzählt uns seit wann ihr dabei seid, was ihr an gemeinsam Lesen so mögt, oder habt ihr sogar Verbesserungsvorschläge? Gibt es etwas, was ihr vermisst, was ihr gerne anders hättet? Oder etwas was ihr besonders schätzt, was diese Aktion für euch einfach wirklich einzigartig und perfekt macht?
Um ehrlich zu sein mache ich heute das erste Mal mit! Vorher habe ich es immer verpasst, bzw. ich hab in letzter Zeit wenig gelesen, als dass ich etwas über mein Buch sagen könnte. Ich finde diese Aktion echt cool, so kommen viele Leute zusammen und entdecken vielleicht andere, die das gleiche mögen wie sie. Außerdem bekommt man die Chance, noch andere interessante Blogs zu Gesicht zu bekommen, die man vielleicht sonst nicht entdeckt hätte. Oh, und dass man die vierte Frage ab jetzt schon vorher weiß, finde ich super, da kann man sich besser Gedanken zu machen. Es wird auf jeden Fall nicht mein letztes Mal sein, dass ich mitmache, versprochen. :)
       
Dienstag, 10. Februar 2015

Through The Booking Glass: Februar


Etwas verspätet kommt auch mein Beitrag zum TTBG dieses Monats! Nachdem ich nach dem ersten Mal so viel Spaß hatte, nach dem Genre, das ausgelost wurde, was zu lesen mag ich auch dieses Mal weitermachen. Wie gesagt - es darf jeder mitmachen, wie er mag, solange das "Motto" eingehalten wird. Cassie und ich suchen uns für jeden Monat ein Buch im Rahmen des Mottos aus und jeder kann dann für sich entscheiden, ob er das oder lieber etwas anderes lesen mag. Den Einführungspost mit mehr Informationen findet ihr hier. :)

Für diesen Monat hat sich das Los für "High School / Chick Lit" entschieden. Ich kann mich nicht so ganz mit dem Namen 'Chick Lit' anfreunden, weil ich es generell nicht mag, solche Dinge nach Geschlechtern einzuteilen... aber! Wahrscheinlich kann sich jeder etwas darunter vorstellen, was gemeint ist. Für diesen Monat haben wir uns für "My Life Next Door" von Huntley Fitzpatrick entschieden.

Titel: My Life Next Door
Dt. Titel: Mein Sommer nebenan
Seiten: 394 / 512 
Autor: Huntley Fitzpatrick
Verlag: Dial Books For Young Readers / cbj
"One thing my mother never knew, and would disapprove of most of all, was that I watched the Garretts. All the time."
The Garretts are everything the Reeds are not. Loud, messy, affectionate. And every day from her rooftop perch, Samantha Reed wishes she was one of them . . . until one summer evening, Jase Garrett climbs up next to her and changes everything.
As the two fall fiercely for each other, stumbling through the awkwardness and awesomeness of first love, Jase's family embraces Samantha - even as she keeps him a secret from her own. Then something unthinkable happens, and the bottom drops out of Samantha's world. She's suddenly faced with an impossible decision. Which perfect family will save her? Or is it time she saved herself?
A transporting debut about family, friendship, first romance, and how to be true to one person you love without betraying another.

Das Praktische ist hierbei (für mich), das ich das Buch sowieso schon vor Ewigkeiten gekauft habe, und ich jetzt endlich einen Anlass habe, es zu lesen! Ich hab schon ewig nicht mehr so "fluffiges" YA gelesen, aber vielleicht erneuert ja dieses Buch meine Liebe dazu - und motiviert mich aus meinem Lesetief heraus! Wie auch letztes Mal werde ich am Ende des Monats einen kleinen Recap dazu erstellen und sagen, was mir an dem Buch gefallen hat. :)

Was ist mit euch, macht ihr dieses Mal mit? Wenn ja, was werdet ihr lesen? Lasst es mich wissen!
       
Dienstag, 3. Februar 2015

Wie das eben so läuft...

Ich verspreche, dass ich diese Woche noch den Post zum nächsten Through The Booking Glass online stelle - das Motto steht und das Buch ebenfalls - aber heute habe ich Lust, einfach mal so einen "Zwischenbericht" abzugeben, Dinge, die ich loswerden will und nicht dazu komme, weil ich inmitten einer unschönen Klausurphase stecke ... ich hab heute eine zu einem Literaturwissenschaftsseminar geschrieben und meine mündliche Prüfung in Spanisch gehabt. Hab beides Gott sei Dank bestanden - am Donnerstag, Freitag und am nächsten Montag stehen insgesamt vier Klausuren an, und ich hinke, dank meinem Motivationstief, immens hinterher, aber ich bin immer noch optimistisch - zur Not schreibe ich etwas nach, darauf habe ich mich eigentlich sowieso schon eingestellt. Ich bin nur froh, wenn Montag alles vorbei ist. Hab auch schon tolle Pläne für die Woche und seh ein paar Leute wieder, die ich dank des Stresses nicht so oft zu Gesicht bekommen habe. :)

Dank der wenigen Zeit komme ich auch nicht wirklich dazu, zu lesen. Ich hab vor einer Woche "Girl Online" von Zoe Sugg (bzw. ihrem Ghostwriter) gelesen und hab überlegt, eine Rezension zu schreiben - habe ich dann auf Goodreads gemacht (na ja, falls man das "Rezension" nennen kann..), aber das war eher ein großer Frustrations-/Wutausbruch und dann hab ich überlegt, dass ich es einfach sein lasse. :D Ich find es nur unglaublich schade, wie auch Verlage immer mehr auf dieser Geldmacherei-Schiene fahren, indem sie ein Buch mit dem Namen einer populären Person vermarkten, zumal diese Person das Buch nicht mal selbst geschrieben hat, aber trotzdem das Geld einheimst... ziemlich unfair, wie ich finde, gegenüber Autoren, die auf ehrliche Weise ihre Bücher veröffentlichen wollen.

Ich hab aber jetzt endlich (!) "To Kill A Mockingbird" von Harper Lee angefangen. Das Buch hat mir Cassie mal vor Ewigkeiten geschenkt und jetzt probiere ich mich mal dran. Es ist nicht so ganz leicht, in die Handlung zu finden - man wird hinein geworfen und muss sich erstmal durch die Rückblicke bzw. Erzählungen wuseln - aber ich hab einfach so viel Gutes darüber gehört, dass ich eigentlich recht optimistisch bin. Ich hatte keine so gute Erfahrung mit amerikanischen Klassikern (danke, Holden Caulfield), aber vielleicht überzeugt mich ja dieser.

Wie schnell ich es jedoch lesen werde, ist unklar, denn - auch in der vorlesungsfreien Zeit, die bald eintritt, muss ich viel Zeug lesen. Zu einem habe ich zwei Blockseminare belegt. Das eine handelt über Ikarus Rezeptionen, wo ich mir ein Reclam Büchlein bestellen musste, das schon vergriffen ist. Ikarus gehört zu meinen liebsten mythologischen Figuren und ich freu mich auch schon auf das Seminar, wo ich auch ein Referat über den Traum vom Fliegen in der Antike halten werde. :)

Mein zweites Blockseminar ist zu Dante Alighieries "Göttliche Komödie" - ein italienisches Epos. Ich dachte mir dabei, hey, warum nicht? Ich hab einige meiner Mitstudierenden gefragt, ob sie das Seminar auch belegen, und sie haben mich schief angeguckt.. bin auch die einzige aus dem ersten Semester. Was ich aber nicht schlimm finde. Ich werfe mich da einfach ins kalte Wasser, denn a) ich kann kein Italienisch, b) ich hab noch nie einen Epos gelesen und c) ich weiß wenig über Italiens Kulturgeschichte.
Aber meine Dozentin meinte, wir werden uns eben Methoden aneignen, wie wir an dieses Werk herangehen und dass, sobald wir das geschafft haben, es uns viel leichter fallen wird, sich eben an so "große" Werke zu wagen. Nach Dante werden Ovids "Metamorphosen" wohl ein Kinderspiel sein - das waren ihre Worte! Wenn das nicht vielversprechend ist. :D
Die Göttliche Komödie, oder auch Divina Commedia umfasst drei Teile (Inferno, Purgatorio und Paradiso), in denen es dutzende Lieder gibt und damit werde ich mich wohl lange beschäftigen. Hab mir auch schon eine Übersetzung bestellt (die teuerste kostet 89 Euro, hallelujah! Hab aber nach der für 10 Euro gegriffen, abgesegnet von meiner Dozentin) und werd mir vornehmen, vielleicht zwei Canti am Tag zu lesen, damit sollte ich bis Ende März (hoffentlich) fertig werden. Ich freu mich ein bisschen - auch wenn man mich wohlmöglich schief anguckt - aber mir gefällt eben das Thema so. Hab schon was von Luzifer usw. lesen dürfen, von daher - bin ich gespannt!

Und jetzt fragt ihr euch sicherlich, warum ich die Animaton da oben eingefügt habe. :D Die Sache ist: Ich hab mir gerade die erste Staffel von True Detective gekauft (15 Euro, ein Schnäppchen). Diese Serie ist mit Abstand die coolste Serie, die ich letztes Jahr geguckt habe - 'cool' im buchstäblichen Sinne. Weil der Typ sich darin total lässig gegen ihre Autos lehnt, dabei eine Zigarette raucht und philosophisches, tiefgründiges Zeug labert. Matthew McConaughey und Woody Harrelson - zwei große Filmstars - spielen dabei die Hauptrolle und... ne, ehrlich, wenn ihr bis heute noch nichts von True Detective gehört habt - wo seid ihr denn gewesen?!
Ich kann euch die Serie nur wärmstens empfehlen - sie ist spannend, atmosphärisch und gruselig. Es ist nicht wirklich blutig, aber manchmal eben ein bisschen verstörend (es geht im okkulte Verbrechen in Louisiana). Ich würde auch empfehlen, im Originalton zu schauen - wenn auch mit deutschen Untertiteln - denn auch wenn die Synchronsprecher ihr bestes geben, so geht durch die deutsche Verarbeitung der Louisiana-Slang verloren, mit dem die Darsteller sprechen, und der trägt ja noch zusätzlich zur Atmosphäre bei. Ich bin ja eh ein kleiner Southern Gothic Fan, und True Detective fällt definitiv in diese Sparte. 
Hinter True Detective stecken jedoch sehr viele literarische Anspielungen - die ich auf Anhieb nicht verstanden habe, weil ich die Werke nicht gelesen habe. Zu einem spielt "The King In Yellow" von Robert W. Chambers eine große Rolle, das wird nämlich oft zitiert. "A Season in Carcosa"ist eine Anthologie, auf dessen Inhalt die Serie ebenfalls zurückgreift. "Der Fremde" von Albert Camus wird ebenfalls oft zitiert, und ich plane diese Werke (und noch ein paar andere) zu lesen, während ich die Serie noch einmal schaue und mich dann so intellektuell fühlen kann, wie Detective Rust Cohle. ;)

Das war mein "Zwischenbericht"... wie sieht's denn bei euch aus? Was sind so eure Lese- oder Schaupläne? Steckt ihr auch in einer Klausur- oder vielleicht Lesekrise? 

Instagram