Montag, 30. März 2015

Through The Booking Glass: The Kite Runner

Und schon wieder ist ein Monat rum! Irgendwie vergeht die Zeit so schnell momentan. Aber vielleicht ist es auch einfach nur so, wenn man Rund um die Uhr zu tun hat. Nächste Woche sind meine Semesterferien auch schon vorbei und da geht der Stress wieder von vorne los! Zumindest habe ich einigermaßen meine Lesemuse wieder gefunden, was ich teilweise auch folgendem Buch zu verdanken habe...

Diesen Monat lautete das Motto ANDERE SCHAUPLÄTZE und dafür habe ich mir "The Kite Runner" von Khaled Hosseini ausgesucht. Den Originalpost vom Anfang des Monats könnt ihr hier nachlesen!


Worum geht's?

I became what I am today at the age of twelve, on a frigid overcast day in the winter of 1975.

Nichtsahnend wird der Leser mit diesem Satz in die Geschichte eingeführt. Ich-Erzähler ist Amir, der in Kabul, Afghanistan als Sohn eines Kaufmanns und als Paschtun aufwächst. Es geht um ihn und seinen besten Freund Hassan, der wiederum Angestellter in seinem Zuhause ist, und ein Hazara - eine Kaste, die oftmals diskriminierend und 'niederwertig' behandelt wird. Trotz verschiedener Klassen, Religionen, Ethnizitäten und politischen Krisen  freunden sich die beiden 12jährigen an. Dabei merkt man sofort, dass Amir der 'gebildetere' von den beiden ist, denn er zieht Hassan öfter mal damit auf, wenn dieser nicht lesen kann oder ein Wort nicht kennt. Dennoch machen sie beim Drachenlaufen immer ein gutes Team: Während Amir versucht die Drachen einen nach den anderen abzuschneiden, läuft Hassan für ihn und fängt die besiegten Drachen. Für Amir ist es besonders wichtig, das diesjährige Tunier zu gewinnen, weil er daraufhin hofft, die Anerkennung seines eher abweisenden Vaters zu gewinnen, weshalb ihm da jedes Mittel recht ist, damit das auch passiert. Und als Hassan dann den einen Drachen für ihn läuft und fängt, ab da - wie Amir schon im ersten Satz sagt - fängt die Geschichte erst richtig an.

In seiner Geschichte bekommen wir nicht nur sehr viel von Amirs Freundschaft zu Hassan und sein Verhältnis zu seinem Vater mit, sondern man erfährt auch sehr viel über die Gesellschaft Afghanistans in den 70er Jahren, vor allem bevor die Sowjetische Armee eingefallen war. Amir und sein Vater ziehen in dieser Krise nach Amerika und als Amir nach Jahren zurück nach Kabul zurückkehrt, ist seine schöne Heimatstadt kaum wiederzuerkennen... durch den Sowejetischen-Afghanischen Krieg und den darauf anschließenden Abzug der Sowjetischen Truppen ist der Staat endgültig zusammengebrochen, was zu einem Bürgerkrieg führte, der von 1989 bis 2001 stattfand. Daraus entstanden auch die Taliban, die dann an die Macht gelangten und totalitär regierten. Man erfährt quasi aus erster Hand, wie es bei solchen Zuständen zuging und welche Grausamkeiten Menschen anderen Menschen antun - und unter all diesen Ereignissen versucht Amir Erlösung zu finden.

Erwartungen vs. Realität

Das Buch hatte ich schon länger auf meiner Noch-Zu-Lesen-Liste, und da das Los sich für diesen Monat für "Andere Schauplätze" entschieden hat, war für mich das Buch auch die ideale Wahl: Bei Hosseini handelt es sich um einen afghanischen Autor und die Hälfte des Buches spielt auch in Afghanistan. Mich hat das Thema ohnehin schon interessiert, weil ich geschichtlich überhaupt nichts von Afghanistan wusste. Alles was ich noch von damals wusste, war, dass damals Krieg geherrscht hatte und sich das Land seine Unabhängigkeit erkämpfen musste - natürlich waren Taliban und Al-Qaida ebenfalls ein Begriff für mich, ich habe nur noch nie den Zusammenhang richtig erfassen können.

Ich bin ehrlich gesagt erstaunt darüber, wie Hosseini es geschafft hat, eine Geschichte zu schreiben die derart ergreifend ist und gleichzeitig deutlich zu machen, was damals in Afghanistan passiert ist und wie es die Leute betroffen hatte. Ich habe Amir sehr ins Herz geschlossen. Er zeigt, dass jeder Mensch seine Fehler hat und Fehler macht und es hat mich traurig gemacht, dass er das, was er als Kind getan hatte, immer mit sich hatte herumschleppen müssen und sich die Schuld für etwas gab, wofür er nichts konnte. Denn immer wieder wird deutlich, dass nicht die Welt grausam sein kann, sondern auch die Menschen, die in ihr leben - und viel zu oft vergessen wir, dass wir einfach machtlos dagegen sind, und die Schuld stattdessen bei uns suchen.

Hassan ist vermutlich einer meiner liebsten Buchfiguren. Seine Geschichte hat mich quasi auseinander gerissen, weil sie so schön und gleichzeitig traurig und schmerzhaft war. Mir ging es da wie Amir, der, genauso wie der Leser, etwas erfährt was er überhaupt nicht geahnt hatte. Das alles hinterlässt einen bittersüßen Nachgeschmack, denn: Das Buch ist gnadenlos. Es stellt die Realität dar, wie sie damals gewesen war. Vom Krieg, bis zur Armut, bis zu den Anzahl der Toten. Bei diesen schwierigen Zeiten kann man auf kein Happy Ending hoffen, aber man kann darauf hoffen, dass einem verziehen wird und man eine Chance bekommt, seine Fehler wieder gut zu machen, manchmal sogar auf eine Weise in der man es selbst nicht erwartet.

Ich war ein wenig nervös, weil ich das Buch auf Englisch gelesen habe, aber die Sprache ist recht einfach zu verstehen. Besonders hat es mir gefallen, dass Hosseini afghanische Begriffe eingebaut (und natürlich erklärt) hat, ohne, dass es zu verwirrend war, im Gegenteil, es hat perfekt gepasst. Es hat vor allem dazu beigetragen, die Kultur und Religion der Paschtunen zu erleben und zu verstehen. Vor allem war es mal eine andere Erfahrung ein Buch zu lesen, das nicht in einer westlichen Kultur spielt und andere Werte aufzeichnet, die man sonst eigentlich kennt. Für mich persönlich hat das Buch einen hohen Stellenwert und ich bin sehr froh darüber, dass ich es gelesen habe - nicht nur wegen der unfassbar schönen Geschichte, sondern auch, dass ich nun mehr über andere Völkergruppen in Erfahrung bringen und ihren Hintergund verstehen konnte. Ich habe einen Einblick bekommen, welche Auswirkungen Krieg haben kann - man sieht vor allem hier, dass Geschichte sich immer wiederholt. Sobald eine fremde Macht versucht, sich in die Angelegenheiten eines anderen Landes einzumischen, läuft alles aus dem Ruder - die Taliban und al-Qaida sind nicht die letzten, wenn man bedenkt was heutzutage in der Welt los ist. Selbst mit einem geringen politischen Verständnis erkennt man da ein Muster, was ich auch sehr erschreckend fand.

Fazit

Selbst wenn man geschichtlich und politisch nicht unbedingt informiert ist, würde ich trotzdem jedem empfehlen, dieses Buch in die Hand zu nehmen - das Leben von Amir und Hassan kann gar nicht anders, als einen zu berühren und mitnzunehmen. Es beleuchtet so viele Facetten was Entscheidungen, Versöhnung, Vergebung und Wiedergutmachung anbelangt und Khaled Hosseini schafft es mit wenigen Worten Dinge einfach auf den Punkt zu bringen.

Meine Bewertung lautet deshalb:


Zuletzt noch mein Lieblingszitat: 
"For you, a thousand times over."

Das nächste TTBG Thema wird diese Woche noch bekannt gegeben. Und wieder seid ihr dann herzlich eingeladen, mitzumachen - je mehr, desto besser! :)

       
Montag, 23. März 2015

Montagsfrage #01


Die Montagsfrage ist eine Aktion von Buchfresserchen. Es gibt jeden Montag eine Frage rund um das Thema Bücher, Lesen und Schreiben, die man innerhalb der Woche beantworten darf. Ich habe mir vorgenommen, mich ab und zu an dieser Aktion zu beteiligen. :) Die heutige Frage lautet:


Habt ihr schonmal Situationen beobachtet, die euch an Passagen aus gelesenen Büchern erinnern?


Ich bezweifle, dass ich genau eine Situation erlebt habe, die 1:1 auf ein Buch passen würde. Was ich allerdings beobachtet habe sind eben Momente, von denen ich dachte "oh, du könntest jetzt in einem Jugendbuch stecken". Die behalte ich dann gerne im Hinterkopf für meine eigene Geschichten. Mir fällt eine Situation ein, als ich mit der U-Bahn auf dem Weg zur Uni war. Ich hab mich mit meiner Freundin auf einen Vierersitz gesetzt, und zwar gegenüber auf den Sitzen die am Gang sind. Neben ihr saß ein Mädchen, und neben mir ein Junge. Meine Freundin und ich haben uns nicht unterhalten, weil die Unterhaltung zwischen unseren Sitznachbarn viel interessanter war. Wäre es eine Szene aus einem Liebesroman, dann wäre das Gespräch wohl etwas... fließender verlaufen, und der Junge wäre etwas charmanter an der Sache herangegangen. Man hat ihm angehört, dass er dieses Mädchen wohl sehr sympathisch fand, denn er hat ganze Zeit versucht, das Gespräch aufrecht zu erhalten, während das Mädchen wohl nicht so begeistert davon war, sich aber höflich mit ihm unterhalten hatte. Er hat sich nach ihrem Studium erkundigt, und wie es aussieht, studieren beide das Gleiche nur in unterschiedlichen Semestern... wie es weiter geht, weiß ich leider nicht, aber ich denke sie hatte ihn noch am Hals bis sie am Vorlesungssaal angekommen war.

Sonst kenne ich solche "Situationen" nur von Erzählungen von anderen... wie zum Beispiel auf Studienfahrten usw. Ich bin mir sicher, dass ich noch mehr solcher Momente mitbekommen habe, aber die wollen mir gerade nicht einfallen!

Habt ihr denn schon mal so eine Situation beobachten dürfen? :)
       
Donnerstag, 19. März 2015

Würdest du eher... & Wandertag

Ich liebe es ja, getaggt zu werden. Ich weiß auch nicht warum, aber ich mag's einfach über Fragen nachzudenken und sie zu beantworten (vielleicht hätte ich Philosophie studieren sollen, haha). Die liebe Dana hatte mich zwei Mal getaggt (danke! Das erste Mal hab ich leider übersehen, tut mir leid!), weshalb ich mich auch gleich mal dran traue!

       
Dienstag, 17. März 2015

Gemeinsames Lesen #03

Dies ist eine Aktion Weltenwanderer und Schlunzenbücher. Den Originalpost findet ihr hier.

(Originalgraphik von Dryicons)


1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?

Ich lese gerade "The Kite Runner" (Drachenläufer) von Khaled Housseini und bin bei 9%.

2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?

"Something roared like thunder."

3. Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden?

Dieses Buch ist einer der modernen Klassiker - er wird auch schon als Schullektüre gelesen. Ich lese das Buch allerdings dieses Mal nicht für die Uni sondern für mich (zum TTBG Thema dieses Monats: Andere Schauplätze). Und dieses Buch spielt tatsächlich an einem Ort, der mir sowohl für das Lesen, als auch so ziemlich fremd ist: Afghanistan. Es geht um die Kindheitserinnerungen von Amir, der im dort vorherrschenden Kastensystem oben steht, und von seinem Freund Hassan, der aus einer unteren Kaste kommt. Die beiden trennen Glauben, Ethnizität und Gesellschaft und trotzdem haben sie zueinander gefunden - was ich total interessant finde. Dort funktioniert die Gesellschaft eben auch ein bisschen anders. Ich finde die Freundschaft zwischen den beiden total liebenswert, auch wenn man merkt, dass Amir eben der gebildetere von den beiden ist und das auch manchmal ausnutzt und Hassan z.B. mal reinlegt. Amir muss sich auch mit einem sehr konservativen Vater herumschlagen (was nicht verwunderlich ist - das Buch spielt in den 1970ern), der nicht versteht, dass sein Sohn eben anders ist und nicht in seine Fußstapfen tritt, sondern eher künstlerisch veranlagt ist. Ich bin noch nicht sehr weit mit dem Buch, aber ich denke, die "Action" (der Einfall der Sowjetischen Armee, Beginn der Taliban) lässt nicht mehr lange auf sich warten.

4. Was ist euer liebster Leseplatz?

Mein liebster Leseplatz ist sehr wahrscheinlich mein Bett. Früher habe ich gern im Zug gelesen, aber seitdem ich meine Uni gewechselt habe, fahre ich nur noch Bus - und da ist Lesen etwas unangenehm. Auf meinem Bett ist es eben gemütlich und es fällt tagsüber immer genug Licht ein, aber abends mach ich's mir auch gern romantisch! 
So ungefähr sieht's aus. :) Das Foto rechts ist ein bisschen älter, statt dem Imagine Dragons Poster hängt da eins von Arctic Monkeys! Und links hab ich meinen Laptop für die Musik beim Lesen, mit Verstärkung von Tee. :D

       
Sonntag, 15. März 2015

Von der Schrift auf den Bildschirm

Vor einigen Monaten wurde bekannt gegeben, dass The Mortal Instruments (bzw. Die Chroniken der Unterwelt) von Cassandra Clare erneut für eine Fernsehadaption freigegeben wurde. Nachdem die Verfilmung mit Lily Collins und Jamie Campbell Bower – um es milde auszudrücken – nicht ganz so funktioniert hat wie erhofft, wurden die Rechte ein weiteres Mal verkauft, sodass von ABC eine Pilotfolge in Auftrag gegeben wurde, Clarys Abenteuer in 'Shadowhunters' – so der Titel der TV Serie – neu aufzurollen.

Da es sich um ein Reboot handelt wird auch ganz neu gecastet. Zudem wurde das Alter der Protagonisten erhöht – um zwei bis drei Jahre – sodass Clary und Simon Collegestudenten sind, und vermutlich auch um eine etwas andere Zielgruppe anzusprechen. Gerade laufen noch sämtliche Vorbereitungen für die Pilotfolge sind wohl auch schon in Arbeit, und der Castingcall wurde auch schon ausgerufen, sodass die Dreharbeiten im Mai beginnen können.

Als 'alter' Fan der Buchserie finde ich eine Fernsehadaption gar nicht mal so schlecht. Ich muss leider sagen, dass mir der Film nicht so gut gefallen hat. Lily Collins mochte ich zwar sehr, und auch Robert Sheehan als Simon war einfach perfekt, aber der Großteil des Castings war fehlgegriffen. Man hat dem Film auch angemerkt, dass er nicht so ein riesiges Budget hatte und vieles 'last minute' erledigt wurde (wie zum Beispiel der Soundtrack). Leider haben sie sich auch mit der Zielgruppe verschätzt und daraus eine Teenieschnulze gemacht, obwohl das City of Bones überhaupt nicht ist – es ist viel düsterer und ernster, und teilweise sahen für mich die Schattenjäger auch etwas dämlich aus. Hinzu kommt, dass ich Jamie Campbell Bowers Version von Jace ziemlich gestört hat. Er kam mir zu kalt und unnahbar vor, dabei fand ich Jace ziemlich lebendig und bissig-sarkastisch und – na ja, ich konnte mich mit der Darstellung absolut nicht anfreunden.

Auch wenn ich finde, dass die Altersänderung ein wenig problematisch ist – Clary ist in dem Fall schon achtzehn, und die Parabatai Geschichte müsste umgeändert werden, falls sie es überhaupt in die Serie schafft – und ich auch nicht mehr der große Cassandra Clare Fan bin, so denke ich, dass eine Fernsehserie den Büchern besser tun wird als ein dahin geklatschter Film. Adapationen sind sehr geläufig in Hollywood und es hat auch sehr gut mit Harry Potter und The Hunger Games geklappt. Aber die Welt von The Mortal Instruments ist einfach so riesig und muss erst dem Zuschauer herangeführt werden, und das benötigt Zeit – die eine Fernsehserie nun einmal hat. Je nachdem: Sollte die Pilotfolge aufgenommen werden, so wird der Sender dann bestimmen, wie viele Folgen produziert werden sollen. Ich denke, es werden wahrscheinlich dreizehn (der Regelfall) oder, wenn sie großes Potential sehen, sechzehn (wobei ich nicht glaube, dass sie so viele Folgen füllen könnten – zumal die Folgen wohl 60 Minuten betragen werden). Pro Buch wird eine Staffel geplant. Clary lernt mehr über die Schattenjäger und den Mortal Cup, über Valentine und die Unterwelt kennen, genauso wie der Zuschauer, der dann hoffentlich weniger verwirrt wird als in dem Film.

Zudem hoffe ich, dass sie halbwegs fähige Autoren angestellt haben – da die Pilotfolge von ABC in Auftrag gegeben wurde, bin ich da ein wenig optimistischer, dass sie da keine Teenieschnulze daraus machen, aber es kann natürlich sein, dass die Folge, wenn nicht von ABC, von einem anderen Sender aufgenommen wird. The CW – der Sender, auf dem Vampire Diaries, Supernatural und The Originals läuft – wäre da von der Zielgruppe sicherlich am passendsten, aber ich weiß nicht, ob sie einen Sendeplatz für Shadowhunters hätten. Andere Möglichkeiten wären Netflix, Yahoo oder Amazon, aber das bleibt abzuwarten.

Außerdem hat die Vergangenheit auch gezeigt, dass Bücher im Fernsehen oft besser hinein passen als auf die Kinoleinwand. Ein gutes Beispiel wäre The Vampire Diaries. Ich habe die ersten drei Bücher gelesen und fand sie leider verglichen mit der Serie nicht sehr gut. Die Serie hat die Grundidee übernommen, von Elena, die zwischen zwei Brüdern steht und die Geheimnisse ihrer Stadt und ihrer mysteriösen Doppelgängerin Katherine auf den Grund geht – aber das war's auch schon. Abgesehen von den Charakteren wurde nichts übernommen. Die Story entwickelt sich in eine ganz andere Richtung, den Leuten wurde eine andere Persönlichkeit gegeben und schon haben wir eine spannende Serie mit dem genau richtigen gruseligen und romantischen Ton (… na ja, vielleicht für ungefähr drei Staffeln). 

Das jüngste Beispiel wäre The 100, eine Serie die ebenfalls auf The CW läuft. Als die Serie in Produktion ging, gab nur einen groben Umriss für das erste Buch – und aus diesen Umriss wurde die Pilotfolge entworfen. Die auch noch am ehesten dem Buch entspricht, denn alles was danach kommt ist vollkommen vom Buch abgewichen – im Buch, wenn ich das mal so sagen darf, passiert nicht sehr viel außer Romanzenprobleme, die in der Serie vielleicht nur kurz angesprochen werden (unter nur unterschwellig stattfinden, wofür ich nur applaudieren kann). Um ehrlich zu sein mag ich gar nicht mehr die Bücher in die Hand nehmen, weil ich weiß, wie gut die Serie ist und wie schwer das zu toppen ist, und von all dem was ich gehört habe, kann ich mir das auch sparen.

Game of Thrones ist ebenfalls ein gutes Beispiel – soweit ich weiß wurde sich anfangs noch nah an den Büchern orientiert, doch von Staffel zu Staffel wurde die Serie etwas freier und hat mehr verändert, und ich bin mir ziemlich sicher, dass bei Shadowhunters das ebenfalls der Fall sein wird. Ich habe schon viele Fankommentare gelesen, die Angst vor Veränderungen haben (und auch schon ein Drama daraus gemacht haben, dass das Alter verändert wurde etc.). Die Sache ist: Buch und Serie in so einer Beziehung zu sehen, ist ein Fehler. Man muss Serie und Buch als jeweils eigene Entitäten sehen und nicht voneinander abhängig. Weshalb ich, solange sie der Grundidee treu bleiben (die sehr viel Stoff bietet, wohlgemerkt), sehr offen bin was Shadowhunters angeht. Ich denke, da herrschen einfach andere Regeln als bei Kinofilmen – diese versuchen ja, etwas, was schon besteht, so gut wie möglich für das Kino umzusetzen. Serien hingegen schaffen meistens, mit Hilfe eines Originals, etwas eigenes, wie ich in meinen Beispielen oben schon angedeutet habe.

Von daher freue ich mich schon auf die TV Serie (zumal ich vermutlich der größte Serienfreak bin) und bin offen für ihre Interpretation – wenn sie es dann in einen Sender schafft.

Wie seht ihr das? Findet ihr die Fernsehadaption ist eine gute Idee, oder wäre ich lieber gewesen hätten sie die Filme weitergemacht? Was haltet ihr überhaupt von Bücheradaptionen?
       
Montag, 9. März 2015

Through The Booking Glass: März

Auch diesen Monat geht's weiter mit TTBG und ihr seid auch wieder herzlich dazu eingeladen, mitzumachen - entweder könnt ihr gemeinsam mit mir und Cassie das Buch lesen, was wir euch vorstellen, oder ihr sucht euch passend zum unseren Motto ein eigenes Buch aus! 

Das Motto für März lautet ANDERE SCHAUPLÄTZE. Das heißt: Wir lesen dieses Mal ein Buch, dass weder in Deutschland, noch in den Vereinigten Staaten, noch in Großbritannien spielt - die Schauplätze über die wir am häufigsten lesen. Wir haben uns sehr schwer gefallen mit der Wahl, weshalb wir für uns entschieden haben, dass wir "spontan" entscheiden, welches Buch wir lesen möchten, weil Cassie und ich da jeweilig andere Interessen haben.

Ich habe mir für diesen Monat The Kite Runner von Khaled Hosseini ausgesucht. Eigentlich hatte ich gehofft ein Buch zu finden, dass vielleicht ein weniger kompliziertes Thema behandelt, weil ich diesen Monat ziemlich auf Trap bin. Aber dann ist es doch dieses geworden, weil es auch schon ewig auf meiner Noch-Zu-Lesen Liste steht.

Titel: The Kite Runner
Dt. Titel: Drachenläufer
Seiten: 371
Autor: Khaled Hosseini
Verlag: Bloomsbury
Beschreibung (dt., Amazon): Afghanistan 1975: ein Land im Schatten der Geschichte. In Kabul wächst der zwölfjährige Amir auf, der unbedingt einen Wettbewerb im Drachensteigen gewinnen will, um seinem Vater seine Stärke zu beweisen. Dazu braucht er die Hilfe seines Freundes Hassan. Hassans Vater ist der Diener von Amirs Vater. Trotz ihrer unterschiedlichen Herkunft verbindet die beiden Jungen eine innige Freundschaft, die allen Herausforderungen aus der Nachbarschaft standhält. Bis am Ende des erfolgreichen Wettkampfs diese Freundschaft von Amir auf schreckliche Weise verraten wird. Diese Tat verändert das Leben beider dramatisch, ihre Wege trennen sich, während das Land gleichzeitig seiner Zerstörung entgegengeht. Viele Jahre später kehrt der erwachsene Amir aus dem Ausland in seine Heimatstadt Kabul zurück, um seine Schuld zu tilgen. Der Leser wird Zeuge der dramatischen Schicksale der beiden Jungen, ihrer Väter und Freunde, und erlebt ihre Liebe und ihre Lügen, ihre Trennung und Wiedergutmachung.

Ich hab noch nicht entschieden, ob ich es auf dem Kindle lese oder es mir als Taschenbuch hole, und vor allem nicht, ob ich es auf Deutsch oder Englisch lese (ich tendiere jedoch zum Letzten).

Wie klingt das Buch für euch, würdet ihr euch dafür interessieren? Macht ihr vielleicht dieses Mal beim TTBG mit, und wenn ja mit welchem Buch? :)
       
Dienstag, 3. März 2015

Gemeinsames Lesen #02

Dies ist eine Aktion Weltenwanderer und Schlunzenbücher. Den Originalpost findet ihr hier.

(Originalgraphik von Dryicons)


1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?
Ich lese gerade "The Handmaid's Tale" (Der Report der Magd) von Margaret Atwood und bin auf Seite 40 von 324.

2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?
"A block post All Flesh, Ofglen pauses, as if hesitant about which way to go."

3. Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden?
Dieses Buch muss ich für ein Seminar nächstes Semester lesen und bisher gefällt es mir ganz gut. Es handelt sich um eine Dystopie, die, was Emanzipation betrifft, einen Rückschritt gemacht hat: Durch die immer sinkende Geburtenrate werden Frauen ausschließlich zur Fortpflanzung benutzt - jede Frau, die nicht fruchtbar ist, wird ausgelesen (sofern sie, wie ich verstanden habe, sich nicht in eine höhere Position eingeheiratet hat). Dabei sieht man alles aus Offreds Sicht, die eben diese Aufgabe erfüllen muss, und dabei auf Dinge wie Alkohol etc. verzichten muss. Besonders gefällt mir der Schreibstil von Margaret Atwood, die das ein wenig wie einen Stream of Conciousness laufen lässt, und auch im Historischen Präsens, was das sehr interessant macht - man fühlt sich in die Geschichte eingegliedert und nicht, als würde man irgendwelche Chroniken lesen. Bin auf jeden Fall gespannt, wohin die Geschichte führt, es handelt sich ja ausnahmsweise nicht um eine Jugendbuch Dystopie.

4. Legt ihr die Reihenfolge der Bücher die ihr als nächstes lest schon frühzeitig fest oder entscheidet ihr immer spontan was ihr als nächstes lest wenn ihr grade ein Buch beendet habt?
Normalerweise nicht, aber seitdem ich Literaturwissenschaften studiere, habe ich keine andere Wahl. Ich muss, während des Semesters und je nach Fach, in einer Woche ein Buch gelesen haben. Und auch diesen Monat muss ich mindestens fünf Bücher für drei verschiedene Fächer gelesen haben, weshalb es nicht ohne Planung geht, vor allem nicht, wenn ich außerhalb der Uni noch lesen möchte. Das, was ich in meiner Freizeit lese, entscheide ich meistens spontan oder je nach Aktion, bei der ich teilnehme (z.B. Through The Booking Glass). Dieser Monat wird sehr stressig, was lesen angeht, aber ich hoffe ich werde trotzdem noch Spaß daran finden. Auch wenn durch so etwas meine TBR Liste wahrscheinlich nie kleiner wird. :D

Instagram