Mittwoch, 30. September 2015

Leselaunen #05

"Leselaunen" ist eine Aktion von Nici von Novembertochter und ist eine Art Zwischenbericht, wodurch ich euch wissen lasse, wie mein Leseverhalten so ist und mein persönliches Leben abläuft. Mitmachen darf natürlich jeder! 

Aktuelles Buch?

Ich habe vorhin "Neverwhere" von Neil Gaiman angefangen und bin bei 3%. Eigentlich hatte ich mich an "Since You've Been Gone" von Morgan Matson versucht, aber dann habe ich gesehen, dass das Buch über 400 Seiten hat, und ich glaube, um die durchzuhalten war ich nicht in der richtigen Stimmung. Stattdessen gibt es jetzt Neverwhere, also Fantasy. Es ist nicht mein erstes Buch von Neil Gaiman, ich habe bereits "The Ocean at the End of the Lane" gelesen, was ich eigentlich als ganz okay in Erinnerung hatte. Neverwhere spielt in einer Art alternativen London, was mich sehr anspricht. :) Außerdem kann Gaiman tolle eine Atmosphäre schaffen, die etwas düster und mystisch ist. Genau das richtige für den Start in den Oktober! Ich werde auch für den Rest des Monats eine kleine Leseliste erstellen, was ich sonst eigentlich nicht mache, aber ich hab hier eine Menge Bücher rumfliegen, die in den Herbstmonaten gelesen werden sollten. :)

Momentane Lesestimmung?

Als ich eine Woche weg war hatte ich nicht viel zu tun und hab gleich drei Bücher am Stück gelesen. Gerade hält sich meine Motivation in Grenzen, aber das gilt für alles - ich hab nämlich meine Hausarbeit fertig geschrieben und fühl mich ausgelaugt. Dementsprechend weiß ich nicht, worauf ich Lust hab. Aber ich werde mich schon motivieren, jetzt habe ich ja noch Zeit, später fängt ja schon wieder die Uni an.

Zitat der Woche?

“Imagination is the only weapon in the war against reality.” 
- Lewis Caroll, "Alice in Wonderland"


Und sonst so?

Meine Hausarbeit ist fertig und ich bin frei! Jetzt kann ich auch in Ruhe Dinge machen ohne ein schlechtes Gewissen zu haben. :D Außerdem habe ich die Zusage für ein Praktikum bekommen, nämlich an meiner Uni in der Social Media Redaktion. :) Ab dem 15. Oktober geht's los und ich freu mich schon auf das was mich da erwartet. Ansonsten ist alles gerade relativ entspannt, und ich mag es am liebsten auch so haben. Die letzten Wochen/Monate waren ziemlich ereignisreich, ein wenig Ruhe kann da nicht schaden.
       
Dienstag, 29. September 2015

Through the Booking Glass: The Fever

Es ist mal wieder Zeit für die Auswertung! Im September habe ich The Fever von Megan Abbott gelesen, passend zum Motto "Thriller". Thriller hatte ich vorher bisher nur wenige gelesen, weil es eigentlich nicht mein Genre ist, aber dieses Buch hat es mir definitiv angetan.

Worum geht's?
Das Leben der Familie Nash war eigentlich immer stabil. Abgesehen davon, dass sich die Eltern vor längerer Zeit getrennt haben, führen alle im Haushalt übrig gebliebenen ein normales Leben: Tom ist ein beliebter Lehrer und Vater zweier Teenager: Eli, ein Sternchen beim Hockey und ein Schwarm vieler Mädchen und Deenie, eine Musterschülerin. Das idyllische Leben wird über den Haufen geworfen als Deenies beste Freundin, Lise, einen epileptischen Anfall hat. Sehr bald gehen Gerüchte über einen gefährlichen Krankheitsausbruch herum, und mit ihnen entwickelt sich eine große Hysterie und die Angst vor Ansteckung, die Geheimnisse enthüllt und droht, Freundschaften zu zerstören, die Familie auseinander zu reißen und die zerbrechliche Idee von Sicherheit zu vernichten.

Erwartungen vs. Realität
Megan Abbott ist dafür bekannt über "böse" Mädchen zu schreiben. Mädchen mit Fehlern, egoistische und eifersüchtige Mädchen. Diesen Aspekt finde ich besonders interessant, weil man im YA-Bereich meistens diese unscheinbare, aber perfekte Schönheiten hat, die zwar keine Erfahrungen mit Jungen haben, aber trotzdem gleich zwei Typen auf sie stehen. Abbott schreibt Contemporary YA, aber solche Probleme sind bei ihr nicht vertreten. Wie schon in Dare Me habe ich auch hier wieder festgestellt, dass Abbott einfach weiß, wie es ist ein Mädchen zu sein, und vor allem wie schwer das teilweise ist. Die Erwartungen, die auf einem lasten, zum Beispiel. Oder auch die Dynamik zwischen reinen Mädchenfreundschaften sind hier verblüffend authentisch und nachvollziehbar abgebildet. Man merkt die Innigkeit der Freundschaft zwischen Deenie und Lise sehr, obwohl Lise überwiegend in Flashbacks auftaucht. Oder Deenies Einstellung gegenüber den anderen Mädchen in der Gruppe, die nach und nach dazu gekommen sind, mit denen Deenie nicht so eng befreundet ist und teilweise Eifersucht verspürt, weil sie das Gefühl hat, man würde ihr die besten Freundinnen wegnehmen.

Diese Beziehungen werden mit dem Krankheitsausbruch gegenüber gestellt. Mehr und mehr Mädchen werden von dieser Krankheit, die Lise zuerst trifft, befallen. Vor allem werden eigentlich nur Mädchen krank, was natürlich misstrauisch wirkt. Man weiß nich wie es dazu kommt, und hier wird ein Aspekt der Geschichte deutlich, der mir sehr gut gefallen hat: Deenie ist eine unzuverlässige Erzählerin, die auch Geheimnisse vor dem Leser hat, und diese Geheimnisse werden auch nur enthüllt, wenn Deenie in der Geschichte unter Druck gesetzt wird sie zu verraten. Mit diesen Geheimnissen stehen auch Freundschaften auf dem Spiel, zusammenhängend mit Eifersüchteleien und schlechtem Gewissen: Ist es Deenies Schuld, dass Lise krank geworden ist, weil sie beide in diesem "merkwürdigen" See gebadet haben? Oder hat es damit zu tun, dass Deenie den gleichen Jungen toll fand wie auch Lise? Ist dadurch die Freundschaft kaputt? Solche Fragen werden in der Geschichte oft gestellt.

Neben Deenies Sicht lesen wir noch aus der Perspektive ihres Bruders, Eli, der sozusagen als Beobachter gilt. Für ihn sind Deenies Freundinnen wie Schwestern, und er wird unfreiwillig in ein Geheimnis mit reingezogen, das nur ein Missverständnis ist. Ich fand Elis Sicht sehr interessant, weil er die Geschichte an objektivsten sieht, und auch wie er z.B. die Mädchen wahrnimmt, und ihre Beziehungen zu einander.
Die andere Perspektive ist die von Tom, der Vater von den beiden Teenagern. Seine Sicht fand ich sehr interessant, weil man nur selten die Perspektive eines Erwachsenen in einem YA-Roman wiederfindet. Aber diesen Aspekt fand ich sehr gut ausgearbeitet: Die Sorgen, die er sich um seine Kinder macht, aber auch um seine Schüler. Seine Figur ist auch dreidimensional, nicht so wie man es sonst von YA-Eltern kennt, mit eigenen Wünschen, Ängsten und Beziehungen.

Für mich war das Buch ein schönes Abenteuer voller Mystik, Horror und diese unterschwellige Spannung, die für Thriller typisch ist. Man findet nach und nach Dinge heraus und es bleibt eigentlich immer spannend. Was dieses Buch so hervorherbt ist definitiv Abbotts Schreibstil, der sehr lebendig und bildhaft wirkt. Sie findet genau die richtigen Worte für viele Situationen, die die Geschichte noch greifbarer machen. 

Fazit
 
Ich habe das Buch absolut genossen: Die Geschichte, die Charaktere, die Erzählung an sich. Ich mag die Vorangehensweise von Abbott, wie sie die Charaktere zum Leben erweckt und darstellt, ohne einen Bogen um ihre Schwachstellen und negativen Eigenschaften zu machen. Meine Erwartungen wurden definitiv erfüllt - was auch bedeutet, dass ich demnächst auch Abbotts drittes YA-Buch in die Hand nehmen werde! Klare Empfehlung. (Lasst euch definitiv nicht von der Goodreads Bewertung beirren).
  • The Fever, Megan Abbott
  • Dt. Titel: /
  • 303 Seiten
  • Erhältlich als eBook (Kindle), Hardcover und Taschenbuch
  • Englisch-Schwierigkeitsgrad: Einfach-Mittel
  • Bewertung: 5 Sterne
  • Tags: Thriller, Mystery, wunderbare Charakterdynamik
  • Amazon | Goodreads Megan Abbott
       
Samstag, 26. September 2015

Erlebtes: Drei Wochen Tandem in Asturias, Spanien

Erster Stopp: Santander, Kantabrien

"Wie, du hast geforen? Du warst doch in Spanien!" Das habe ich ziemlich häufig zu hören bekommen, als ich erzählt habe, wie ich am ersten Tag in Santander, Kantabrien mit kurzen Hosen und Top rausgegangen bin, weil, hallo? Ich bin in Spanien, und das direkt an der Küste. Nach ca. einer Stunde hab ich diese Entscheidung bereut, weil der Wind doch ziemlich frisch war und ich das Wetter überschätzt habe. :D Aber ja - es ist der Norden von Spanien, direkt am Atlantik. Selbst wenn das Meer doch schön anzusehen ist, ist das maritime Klima nicht zu unterschätzen. 
Nachdem der erste Schock überwunden war, war auch alles okay. Bis auf die Jugendherberge, die ich mit ein paar anderen, die auch beim Tandem teilgenommen haben, gebucht haben - wir hatten uns gedacht "ist ja nur für eine Nacht!" bis es nach Oviedo weitergeht. Aber die Jugendherberge war ziemlich siffig, und man konnte die Türen nicht abschließen, zumal wir zu fünft ein 12er Zimmer hatten. Santander war ganz schön, aber das war doch etwas, was uns ein wenig die Stimmung verdorben hat. Aber hey! Die Nacht haben wir überlebt, und wir sind auch sofort morgens (nach einem spärlichen Frühstück in der Jugendherberge) zurück in die Innenstadt und mit dem Bus nach Oviedo.
       
Montag, 7. September 2015

Ich bin wieder da... & Through the Booking Glass: September

Halli hallo! Seit gestern bin ich (endlich?) in meiner schönen Heimat Deutschland und freue mich sehr darüber, wieder Schwarzbrot essen zu können. Es war alles wunderbar, aber es gab auch Dinge, die weniger wunderbar waren, wie zum Beispiel mein Abenteuer bei der spanischen Polizei... aber die Details gibt es in seperaten Posts (um ein bisschen Spannung zu erzeugen)!

Heute geht's ganz kurz wieder um Through the Booking Glass. Der letzte Post kommt mir vor als wäre er vor Ewigkeiten gewesen.. da hätte ich fast vergessen, dass es weiter geht. Der September ist da, und damit auch der Herbst (juhu!) Diesen Monat hab ich es mir ein bisschen einfacher gemacht und das Motto wieder zu einem Buch ausgewählt, das ich schon kenne und auch schon angefangen habe, damit ich mir auch sicher sein kann, dass ich es auch beende - weil ich in 10 Tagen schon wieder das Land verlasse.. Himmel, so oft wie ich dieses Jahr weggefahre! Dabei sind die Sommer bei mir im Prinzip nur langweilig.

Lange Rede, kurzer Sinn: Das Motto für diesen Monat lautet Thriller, und das Buch das ich dazu lesen werde ist ein Jugendbuch von Megan Abbott, namens The Fever.

Titel: The Fever
Dt. Titel: /
Seiten: 303 Seiten
Autor: Megan Abbott
Verlag: Little, Brown and Company
Preis: 5,99€ (Kindle) 10,90€ (Taschenbuch)
Beschreibung (Goodreads): The panic unleashed by a mysterious contagion threatens the bonds of family and community in a seemingly idyllic suburban community.
The Nash family is close-knit. Tom is a popular teacher, father of two teens: Eli, a hockey star and girl magnet, and his sister Deenie, a diligent student. Their seeming stability, however, is thrown into chaos when Deenie's best friend is struck by a terrifying, unexplained seizure in class. Rumors of a hazardous outbreak spread through the family, school and community.
As hysteria and contagion swell, a series of tightly held secrets emerges, threatening to unravel friendships, families and the town's fragile idea of security.

Von Abbott habe ich bereits "Dare Me" gelesen, ein Buch von dem ich sehr begeistert war. Man kann ihre Bücher quasi als Gillian Flynn nur für Jugendliche sehen. Auf Goodreads scheinen ihre Bücher jedoch nicht sehr viel Anklang zu finden, weshalb ich die niedrigen Ratings einfach mal gekonnt ignoriere und mich selbst davon überzeuge. Abbott hat früher Noir-Romane geschrieben und dieser Stil wirkt sich auch auf ihre Jugendbücher, an denen sie gerade schreibt, aus. Ich bin sehr gespannt, da mir vor allem an Dare Me der Schreibstil und der feministische Interpretationswinkel auf ihre Geschichten gefällt. Abbott ist nicht einfach zu lesen - aber ich denke, es wird sich allemal lohnen!

Kennt ihr gute Thriller oder könnt ihr welche empfehlen? Lest ihr so etwas gerne oder entspricht es gar nicht eurem Geschmack?

Instagram