Sonntag, 28. Februar 2016

Schreiblaunen #2

"Schreiblaunen" ist eine Aktion von Fieberherz, bei der ich einen kleinen Einblick in mein derzeitiges Schreibprojekt gebe. Dabei teile ich mit, was mir geholfen hat, was weniger funktioniert hat und wie ich allgemein so vorankomme.



Es ist schon eine Weile her seit dem letzten Schreiblaunen-Update - aber da sich in letzter Zeit wieder ein wenig mehr getan hat habe ich beschlossen, dies mit euch zu teilen!

Woran ich gearbeitet habe

Nachdem der Versuch, mein allererstes NaNoWriMo Projekt aus dem Jahr 2014 zu überarbeiten kläglich gescheitert ist, bin ich wieder zum meinem Projekt vom letzten Jahr übergegangen: CLOCKWORK CURSE, Baby! Und ich glaube, das war eine wunderbare Entscheidung. Nach wie vor spüre ich die Motivation, wann immer ich mich daran setze. Dabei arbeite ich zurzeit an dem 2. Entwurf, was für mich so viel heißt wie: Alles neu schreiben. Natürlich habe ich den ersten Entwurf dabei neben mir liegen, aber ich merke, dass das eine gute Idee war. Da der erste Entwurf schnell entstanden ist, kann ich mir bei diesem ein wenig mehr Zeit nehmen und die Worte besser wählen, außerdem webe ich gerade Subplots da ein, wo sie noch nicht waren - denn der erste Entwurf bestand fast ausschließlich aus dem Main Plot. Das sieht man auch an der Wortzahl, die bei mir gerade viel höher ist. Es ist außerdem spannend zu schreiben ohne großen Zeitdruck. Ich bin auch froh festzustellen, dass dieser Schreib-Trieb mittlerweile festgewachsen ist und ich nicht beruhigt ins Bett gehen kann, ohne an dem Tag ein Wort in mein Dokument gesetzt zu haben. :D

Was sich als nützlich erwies

Vor der Überarbeitung habe ich mir nochmal den ersten Entwurf angeschaut und mir die GROSSEN PROBLEME angeschaut, die unbedingt geändert werden müssen. Das betrifft wichtige Dinge wie Charaktere, Plotpunkte und vielleicht Szenen. Diese Probleme möchte ich weitgehend im zweiten Entwurf lösen, spätestens im dritten Entwurf fertig haben. Außerdem führe ich parallel mit der Überarbeitung eine Liste von KLEINEN PROBLEMEN, an die ich mich später wende, wenn es an die detaillierte Bearbeitung geht.
Da ich vieles and er Handlung ändere, habe ich mir einige Notizen gemacht von den wichtigsten Plotpunkten und Dinge, die ich unbedingt in dieser Geschichte haben möchte. Dazu zählen zum Beispiel "Maskenball-Szene", "Kuss-Szene", "Labyrinth", etc. Ich weiß noch nicht, wie ich diese Dinge hinein arbeiten möchte, aber ich habe sie als Werkzeug zur Hand, sollte ich mal bei einer Stelle stocken oder nicht wissen, wie es weiter gehen soll. Ich nenne diese Methode "Plot & Pants it", ein Mischmasch aus Plotten und Schreiben. Somit habe ich mehr kreativen Freiheiten, hab aber einen Plan, wo es als nächstes hingehen soll.
Außerdem gebe ich bereits zwei Leuten mein Geschriebenes zum Lesen. Es ist noch kein Beta-Lesen, sondern allgemein für Rückmeldungen wie die Geschichte auf sie wirkt, was ihnen besonders gut gefällt und was nicht. Häufig kommen da auch Fragen auf, die mich auch anregen ein wenig mehr an dem Entwurf zu feilen. Und ja, das positive Feedback motiviert mich hehe.

Das stört mich noch

Mich stört immer noch eine Szene, die mir schon im ersten Entwurf nicht gefallen hat und die relativ am Anfang kommt. Ich muss mir später (das heißt: im dritten Entwurf) mehr darüber Gedanken machen, weil diese Szene wirklich zu den kleinen Problemen gehört. Außerdem ist da eben die Angst, dass ich mich wohlmöglich in Subplots und Zweitcharaktere verliere, aber wenn ich jetzt zu kritisch werde, dann werde ich vermutlich nie fertig. Mein Hauptproblem ist gerade, dass ich einfach zu langsam schreibe und ich endlich Szenen schreiben möchte, die in der Zukunft liegen, aber dahin zu springen ist nicht ganz einfach, wenn man noch keinen Kontext hat. (Das habe ich bereits probiert für CLOCKWORK CURSE - es hat einigermaßen funktioniert, führt aber lediglich dazu, dass ich auch diese Szene überarbeiten muss..) Aber das sind wirklich Kleinigkeiten, die sich lösen lassen, indem ich einfach schreibe, schreibe, schreibe.  

Zitat des Augenblicks

If there was a version of Jeopardy where the categories were BOOKS, MOVIES, TV, CAFFEINE, FANDOM, and SHIPS YOU SHOULDN'T SAIL, I'd win.
--- VICTORIA SCHWAB @veschwab

Kommentare:

  1. Huhu liebe Sanne,

    schön, dass jemand gibt, der so schreibt wie ich - also eine vage Idee wichtiger Szenen hat, ohne richtig zu plotten. (Das habe ich so jetzt richtig verstanden, oder?) Ich bin einfach zu ungeduldig, um ernsthaft zu plotten. :D Jede Szene vorplanen ist nichts für mich. ^^
    Ich sollte auch mal wieder anfangen, zu schreiben - aber das schaffe ich vermutlich erst in den Osterferien. :x

    Ganz liebe Grüße und gaaaanz viel Erfolg! ♥♥

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    1. Hi ♥
      Jap, so meinte ich das. :D Ich "plotte" nur wann ungefähr die Szenen kommen sollen, oder wenn ich irgendwo feststecke.
      Ernsthaft plotten mache ich nur beim NaNoWriMo, damit ich ja nicht irgendwo festsitze xxD
      Mach das! Nein!! Mach das jetzt!! Wenn es auch nur drei Sätze sind. Das ist zumindest ein Anfang!

      Danke dir, wünsch ich dir auch ♥♥

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  2. Huhu :)

    Ich habe diesen Post gerade entdeckt und bin total fasziniert. Ich habe auch schon überlegt, ob ich nicht dieses Jahr mal irgendwie festhalten soll, wie sich das Schreiben so entwickelt.
    Die Aktion wäre wirklich super dafür!

    Ich finde deine Idee zu schreiben total interessant. Das wäre zwar wahrscheinlich nichts für mich, aber ich bin immer wieder überrascht, wie andere diese Aktion so angehen. Ich plotte meistens erst ein bisschen, die meiste Zeit geht für die Charaktersteckbriefe drauf und dann schreibe ich einfach drauf los. Den ersten Entwurf schreibe ich aber nicht neu, sondern überarbeite ihn einfach vier oder fünf Mal bis ich dann einigermaßen zufrieden bin.

    Ganz liebe Grüße und danke für den tolle Einblick :)
    Aileen

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    1. Hey Aileen :)

      Ganz ehrlich, ich mache das gerade wie es vom Gefühl her passt. Für den ersten Entwurf habe ich ernsthaft alles durch geplottet, von Anfang bis Ende, und die Charaktersteckbriefe habe ich auch geschrieben. Beim zweiten Entwurf, wo sich schon vieles - vor allem im Mittelteil - geändert hat, lasse ich mir mehr Freiheiten, da ich quasi schon eine vollständige Geschichte habe, an der ich mich orientiere, aber sie auch nicht 1:1 abschreibe. So bleiben mir mehr Freiheiten und da ich nicht wie beim NaNoWriMo unter Zeitdruck stehe, passt das. :)

      Ab dem 3. Entwurf wird auch nur überarbeitet - ich war aber eben allgemein unzufrieden wie ich Dinge formuliert habe, da ist es einfacher das alles von vorne zu schreiben, vor allem weil mein ganzer Mittelteil jetzt anders aussieht.

      Liebe Grüße ♥

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