Montag, 7. November 2016

NaNoWriMo 2016 - Woche 1: Ein träger Start & Frustration


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Es ist November, was für mich heißt - auf die Tasten, fertig, los! NaNoWriMo steht an und es ist das dritte Mal, dass ich mitmache. Im National Novel Writing Month geht es darum, innerhalb von 30 Tagen 50.000 Wörter zu schreiben. In meinem Fall geht es um einen Roman, aber man ist in dieser Hinsicht gar nicht eingeschränkt. Im Schnitt sollte man am Tag 1.667 Wörter schreiben um am Ziel anzukommen. Im Vorjahr habt ihr mich ja schon auf dem Blog begleiten können. So ähnlich möchte ich es dieses Jahr auch machen. Den Startschuss habe ich einfach mal ausfallen lassen, da ich dieses Jahr dann doch zu viel zu tun hatte, was sich, wie ihr gleich merken werdet, auch auf meine Wortanzahl ausgewirkt hat. 

Anders als letztes Jahr bin ich mit wenig Plan in den November gestartet. Ich habe mich kurz vorher ungefähr drei Mal umentschieden was ich eigentlich schreiben möchte, und da ich noch an Das Arkanum der Alchemisten gesessen habe, um es Betaleser-tauglich zu machen, hatte ich keine Zeit mehr mich hinzusetzen und zu plotten. Also habe ich mit einer groben Idee, paar Charaktere und einem Kaffee losgetippt. Ich hab sogar am ersten Tag geschafft um die 5.000 Wörter zu schreiben und habe seitdem auch jeden Tag ein paar Worte geschrieben. Gerade bin ich bei 14.009 Wörtern, was um die 5000 Wörter weniger sind als letztes Jahr zu diesem Zeitpunkt, aber... ich habe beschlossen, mich dieses Jahr nicht zu "stressen" in dem Sinne, dass ich es nicht eilig habe das Ziel vorzeitig zu erreichen - mir reicht es, wenn ich dieses Jahr zum Ende des Monats das Ziel erreicht habe. Deshalb gibt es auch von mir dieses Mal keine Statistiken.

Wenn ihr jetzt merkt, dass ich ziemlich un-enthusiastisch klinge, dann habt ihr vielleicht nicht ganz unrecht. Meine Motivation für NaNo lässt zu wünschen übrig, allein deswegen, weil ich ziemlich ohne Plan an die ganze Sache herangegangen bin. Ich bewundere echt jeden, der einfach so drauf losschreiben kann, aber das ist überhaupt nichts für mich. Es frustriert mich eher, weil ich nicht weiß "wohin" meine Charaktere gehen sollen. Weswegen ich mich - gleich nach diesem Post - versuche an eine Timeline + Plotline zu setzen. Hinzu kommt, dass ich für diese Geschichte ein Spiel erfinden muss, wobei ich glaube, dass das Problem weniger darin liegt, es zu erfinden, als es ordentlich und spannend in den Plot zu integrieren. Mein Schreibprozess gleicht gerade mehr einem "ich schreibe einfach das, was mir einfällt" und weniger einem "die Szene folgt auf diese, weil der Spannungsbogen so gut aufgebaut ist". Fragt mich nicht wie ich die 14k geknackt habe...

Ich hoffe, dass, sobald die Outline steht, ich ein wenig motivierter bin und mich auf bestimmte Szenen freuen kann. Ich finde meine Charakterkonstellation gar nicht so übel, habe auch für jeden ein Ziel und einen ungefähren Hintergrund ausgearbeitet, mit mehr muss ich auch gerade nicht arbeiten können. Der Weltaufbau ist ein wenig schwierig, aber ich hoffe, das wird mit dem Schreiben kommen, sodass ich im zweiten Entwurf einfach die Details ergänze. Gerade geht es mir nur darum, irgendein Skelett hinzubekommen, denn mit -zigfacher Überarbeitung habe ich eh gerechnet.

Was schreibe ich eigentlich? Gute Frage. Unter dem Arbeitstitel "COSMOPOLIS" schreibe ich meinen nächsten Fantasy-Roman. Da ich mir das Leben gerne unnötig schwer mache handelt es sich um eine Fantasy-Geschichte in einem Science-Fiction Setting, was so viel bedeutet, dass wir uns in der Zukunft befinden mit moderner Technik, die dann später Fantasy-Elemente aufweist. Die Leute sind sich nicht im Klaren, dass sie existieren, und es soll nach und nach aufgedeckt werden. Die Protagonistin ist die 19-jährige Reyes Kapoor, ihr Gegner ist ein junger Mann in den 20ern namens Kazuo Saito, und als Nebencharaktere agieren Duke Larsson, Asami Saito und Echo Huxley. Eine weitere Rolle spielt Reyes' Bruder, Vikram Kapoor. Ästhetisch ist die Story von "Neuromancer" von William Gibbson inspiriert. Weitere Inspirationen sind "Bandlands", ein Album von Halsey; die Anime-Serie Yu-Gi-Oh!, Power Rangers, Matrix und Chronicle.

Ich habe auch mal wieder einen Soundtrack erstellt, der mich durch die Story begleiten soll. Überwiegend findet ihr dort Stücke aus den Soundtracks von Stranger Things und Tron: Legacy, und selbstverständlich darf Halsey nicht fehlen.


Hoffentlich bin ich diese Woche ein wenig motivierter und kann mich ohne viel Überredung an das Manuskript setzen.

Macht ihr dieses Jahr auch bei NaNoWriMo mit?

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